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Sebastian Vettel

 

Über Sebastian:

Geburtsort: Heppenheim, Deutschland
Geburtsdatum: 03.07.1987

In der Formel 1 benötigte Sebastian Vettel bei seinem Debüt keine zehn Sekunden, um für den ersten Paukenschlag zu sorgen: Er fuhr zu schnell und wurde in der Boxengasse geblitzt. Hier sei angemerkt, dass er seitdem nicht gerade langsamer geworden ist…

Ruhm und Glück haben bei Seb keinerlei erkennbare Spuren hinterlassen („Welches Glück?“, fragt er irritiert). Unverändert verpasst er seinen Rennwagen Mädchennamen und weist darauf hin, dass es im Leben kaum aufregendere Dinge als das Fahren eines Formel 1-Autos gibt (allerdings nicht viele). Er ist stolz darauf, größer als Rubens Barrichello zu sein, und er mag es gar nicht, wenn man ihn als „den neuen Schumacher“ hinstellt – entsprechend erleichtert reagiert er auf das F1-Comeback seines Race of Champions-Teamkollegen.

Der am 3. Juli 1987 im hessischen Heppenheim geborene Sebastian erlebte erfolgreiche Jahre im Kartsport, bevor er nach seinem Umstieg auf einsitzige Rennwagen auf Anhieb überzeugte. Als 15jähriger ging er in die Saison 2003, und er gewann in seinem ersten Jahr in der Formel BMW fünf der 19 Wertungsläufe. Die Saison beendete er als Vizechampion der Deutschen Meisterschaft. Im folgenden Jahr holte er sich 18 von 20 möglichen Siegen (die beiden anderen Rennen beendete er auf Podestplätzen, aber darüber spricht er nicht gern) und sicherte sich damit den Titel.

Durch diesen Erfolg machte Vettel auf sich aufmerksam, und prompt testete er F1-Autos der Teams Williams und BMW-Sauber. Parallel durchlief er die Nachwuchsklassen und überzeugte in der Formel 3 sowie der Renault World Series. Seine F1-Chance bekam Vettel, als er Robert Kubica in der zweiten Saisonhälfte 2006 bei BMW-Sauber als „dritter Fahrer“ ablöste. Während des Freitagstrainings für den Grand Prix der Türkei zog er nicht nur den Zorn der Stewards auf sich, sondern er sicherte sich nebenbei die Tagesbestzeit.

Nicht nur auf den Rennstrecken wusste er zu beeindrucken, denn gleichermaßen bestaunten alle, mit welchem Selbstbewusstsein sich der Teenager Seb innerhalb des Teams und dem Fahrerlager behauptete. Durch seine kompetente und geradlinige Ausdrucksweise und Selbstironie machte er ebenso auf sich aufmerksam wie durch das atemberaubende Tempo, das er auf der Piste vorlegte.

Im folgenden Jahr bekam Sebastian seine erste Chance zum Renneinsatz, als er beim Grand Prix der Vereinigten Staaten den verletzten Robert Kubica vertrat. Immer noch nicht älter als 19 Jahre, sicherte er sich Startplatz sieben. Im Rennen wurde er als Achter abgewinkt und wurde damit der jüngste Fahrer aller Zeiten, der einen WM-Punkt ergattern konnte. Im weiteren Verlauf der Saison 2007 avancierte er zum Stammpiloten der Scuderia Toro Rosso. Während des Grand Prix von Japan, der unter Monsun-Bedingungen am Mount Fuji ausgetragen wurde, hinterließ er bei seinem heutigen Teamkollegen Mark Webber (und der Heckpartie dessen Autos) einen nachhaltigen Eindruck. Eine Woche später schlug er anlässlich des China Grand Prix zurück: Auf erneut überschwemmter Piste wurde er Vierter.

Nachdem ihn das Team für 2008 bestätigt hatte, erlebte Vettel zum Auftakt seiner ersten kompletten F1-Saison nicht gerade den besten Start: Die ersten vier WM-Läufe endeten mit Crashs. Meist wurde er dabei in Unfälle anderer Fahrer hineingezogen. Glücklicherweise verlor der Crash-Magnet anschließend seine Wirkung, und Vettel punktete in Monaco, Montreal, Hockenheim, Valencia, Spa, Singapur, Fuji und Interlagos – doch das einzige Rennen, an das sich vermutlich jedermann erinnern wird, ist der Italien Grand Prix in Monza.

Dank eines starken fünften Platzes in Belgien, reisten Vettel und die Scuderia Toro Rosso gut in Form nach Italien. Der während des Weekends anhaltende Dauerregen konnte Vettels Fahrt nicht drosseln, und prompt wurde er zunächst der jüngste Pole-Setter der Formel 1-Historie. Anschließend machte er sich zusätzlich zum jüngsten F1-Sieger aller Zeiten, nachdem er das Rennen – in dem eine Ruderpinne nützlicher als das Lenkrad gewesen wäre – völlig beherrscht hatte.

Nach seinem Aufstieg in das Senior Red Bull Team im Jahr 2009 gewannen Vettel und Red Bull Racing anlässlich des dritten WM-Laufs des Jahres den zweiten beziehungsweise ersten Grand Prix. Vettel ließ eine Serie von Podestplatzierungen und Zielankünften in den oberen Punkterängen folgen. Mit einem zweiten überlegenen Sieg, den er in Silverstone heimfuhr, etablierte er sich als heißer Titelanwärter. Er beendete die Saison stark. Weitere Siege in Japan und Abu Dhabi sowie vier zusätzliche Podestplatzierungen sicherten ihm letztlich Platz zwei im Fahrer-Championat.

Als überzeugter Anhänger der Theorie ‘Der Zweite ist der Erste der Verlierer’ hat sich Sebastian für 2010 ehrgeizigere Ziele gesetzt. Was seine Lebensträume angeht, rangiert bei ihm der Gewinn der Formel 1-Weltmeisterschaft und ein Sieg über Kimi Räikkönen im Badminton ganz oben.

Besuchen Sie seine offizielle Website: www.sebastianvettel.de

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