Red Bull Deutschland

Team Nachrichten:

Nationalität: Italien

Gegründet: 2006

Sitz: Faenza, Italien

Diese Saison stellt für die Scuderia Toro Rosso einen Meilenstein dar. Das Team hat sich von Red Bull Technology losgelöst und übernimmt - als Folge der neuen F1-Regeln - die gesamten Konstruktions- und Montagearbeiten unter dem eigenen Dach. Bereits im Verlauf der zurückliegenden Jahre wurde die Produktion mehr und mehr in das Werk des Teams in Faenza verlagert, nun aber sind wir wirklich allein auf uns gestellt.

Die Scuderia Toro Rosso gab ihr F1-Debüt im Jahr 2006. Red Bulls Motiv für den Einsatz eines zweiten Teams war der Bedarf an Cockpits für die talentiertesten Nachwuchsfahrer, die das eigene Young Driver Programme hervorbringt. Sebastian Vettel bewies die Effizienz der Young-Driver-Idee, als er dem Team 2008 anlässlich des Grand Prix von Italien den ersten Sieg sicherte. Und die Scuderia Toro Rosso wird der Rolle als „Trainingslager“ unverändert gerecht, denn zur Zeit setzt das Team mit Sébastien Buemi und Jaime Alguersuari die beiden jüngsten Fahrer des gesamten Startfelds ein.

>Mehr
 

Hauptpersonal:

Franz Tost
Team Principal:
Franz Tost
Geburtsort:
Trins, Österreich
Biografie lesen

Als Franz Tost noch ein junger Kerl war, hatte er ein großes Idol: Jochen Rindt. Die Wände seines Zimmers waren mit Postern des F1-Asses bedeckt. Und wenn in der Schule wieder einmal ein Aufsatz mit freier Themenwahl anstand, dann stöhnten Franz´ Klassenkameraden auf, denn sie wussten, was nun kam: Eine weitere verdammte Lobrede auf Rindt. Zwangsläufig fand sich Tost im Cockpit wieder. Er startete in der Formel Ford. Er war schnell genug, um sich 1983 die Österreichische FF-Meisterschaft sichern zu können. Doch er spürte, dass es nicht zu einem Spitzenfahrer reichen würde. Entsprechend findet man als nächsten Punkt in seinem Lebenslauf den erfolgreichen Abschluss eines Sportmanagement-Studiums an der Universität von Innsbruck. Damit bekam er eine Anstellung an der hoch eingestuften Walter Lechner Racing School in Zeltweg, der Heimat des Österreichrings.

Anschließend wechselte Tost in die Rolle des Teammanagers bei EUFRA Racing, und Ende 1993 übernahm er den Posten des Teammanagers in Willi Webers Formel 3-Team. Dort kreuzte sich sein Weg mit dem von Ralf Schumacher, und Weber bat Tost, den Youngster nach Japan zu begleiten. Diese Aufgabe hatte zur Folge, dass er sich anschließend bei Jordan und bei Williams um Ralfs Interessen kümmerte, bevor er im BMW Formel 1-Programm den Posten des Operations Managers übernahm. 2005 wurde er dann zum Team Principal der neu gegründeten Scuderia Toro Rosso ernannt.

Giorgio Ascanelli
Technischer Direktor:
Giorgio Ascanelli
Geburtsort:
Ferrara, Italien
Biografie lesen

In seiner 1985 begonnenen Motorsport-Karriere hat Giorgio, der Mann aus dem italienischen Ferrara, bereits mehr oder weniger alles getan. Zu Beginn arbeitete er als Berechnungs-Ingenieur bei Ferrari. Es folgten ein kurzes Rallye-Intermezzo mit Abarth und anschließend drei Jahre als Renningenieur von Gerhard Berger in Diensten der Scuderia (dem großen roten Team, nicht Toro Rosso!)

Anschließend wechselte er zu Benetton, wo er als Ingenieur Nelson Piquet betreute. Danach arbeitete er 1993 bei McLaren wieder mit Berger - und auch Ayrton Senna - zusammen. Bald danach war es Zeit, wieder zu Ferrari zurückzukehren, wo er als Ingenieur von Gerhard und auch Jean Alesi fungierte. Anschließend verabschiedete sich Ascanelli von den Rennstrecken, um aus dem Nichts Maseratis sehr erfolgreiches Sportwagen-Rennprogramm aufzubauen. Doch wenn man sich den Rennbazillus eingefangen hat, dann bleibt der lebenslänglich. Ascanelli kehrte in die Grand Prix-Szene zurück, um von 2007 an die technische Operation der Scuderia Toro Rosso zu leiten. Giorgio nennt Tennis als eines seiner Hobbys und erklärt: „Ich kann mich vom Aufwärmen vor dem Spiel bis zur totalen Erschöpfung verausgaben, ohne auch nur einen einzigen Punkt zu holen!“

Gianfranco Fantuzzi
Team Manager:
Gianfranco Fantuzzi
Geburtsort:
Modena, Italien
Biografie lesen

Für Team Manager Fantuzzi ist es bereits die zweite Faenza-Ära, denn hier arbeitete er schon von 1998 bis 2001 als Renningenieur für Minardi. 2006 schloss er sich dann der Scuderia Toro Rosso an. Im Jahr 2009 übernahm er eine neue Rolle, als er seinen Job als General Manager niederlegte, um als Team Manager an die Rennstrecken zurückkehren zu können.

Wie alle kleinen Jungs, die in Modena leben, wurde er schon in jungen Jahren vom Rennbazillus befallen. Im Alter von 16 Jahren heuerte er als Mechaniker bei Ferrari an. 22 Jahre verbrachte er beim Springenden Pferd - die meiste Zeit über arbeitete er als Ingenieur des Test- und des Renn-Teams. Er nahm eine Auszeit von der Formel 1, als er in die Vereinigten Staaten ging, um beim IMSA-Programm seiner Firma mitzuwirken.

„Als ich jung war“, sagt Gianfranco, „fuhr ich Kart und stellte fest, dass ich viel zu langsam war. Ich zog es immer schon vor, im Rennsport hinter die Kulissen zu blicken. Nachdem ich bei Minardi als Renningenieur gearbeitet hatte, wechselte ich zum Team Toyota F1 und übernahm die Rolle des Logistik-Managers.“ Vor einigen Jahren kehrte er dann zurück in seine geistige Heimat, und als Team Manager verbringt er viel seiner Zeit damit, seinen Kopf in das F1-Regelwerk zu stecken.

Laurent Mekies
Chief Engineer:
Laurent Mekies
Geburtsort:
Tours, Frankreich
Biografie lesen

Wenn man an Rennen teilnimmt, die als ‘Grand Prix’ bekannt sind, dann ist es gut, jemanden im Team zu haben, der die Bedeutung dieser beiden Worte kennt, auch wenn das nicht die Hauptaufgabe unseres französischen Chief Engineers ist. Mit einem in Paris erworbenen Master-Abschluss im Fach „Automotive Engineering“ ist Mekies für diesen Job bestens qualifiziert, zumal er das letzte Jahr seiner Studien an der englischen Universität von Loughborough - einer Art britischer Renningenieurs-Schmiede - absolvierte. Laurent verbrachte sein gesamtes bisheriges Arbeitsleben am Pistenrand - zunächst mit einem Formel 3-Team, bevor er 2001 bei Arrows erste F1-Luft schnupperte. Ein Jahr später wechselte er als Renningenieur zu Minardi. Seitdem ist er in Faenza angestellt. Als die Scuderia Toro Rosso gegründet wurde, übernahm er den Posten des Chief Engineers.