Als Kind wollt Guido Tschugg eigentlich Motocross-Profi werden – die Leidenschaft hatte er von seinem Vater. Da er bei seinem ersten Rennen auf dem BMX direkt auf Platz 2 fuhr, blieb er jedoch beim „Radl“, wechselte mit 24 Jahren aufs Mountainbike und fuhr sich damit an die Spitze der internationalen MTB-Szene. Zwei Mal nahm er als einziger Deutscher bei "Red Bull Rampage" in Utah, USA teil, dem härtesten Mountainbike Freeride Event der Welt. Eine waghalsige Challenge, bei der sich die Fahrer ihren Trail durch 457,2 Meter karges Felsgestein suchen müssen. Guidos Kindheits-Faible für motorisierte Maschinen ist geblieben. Auf seinem Bauernhof stehen eine Harley, drei V8-Trucks und ein Bagger. Auf dem Bagger sitzt er besonders gern, denn damit kann er nicht nur fahren, sondern auch shapen – so zum Beispiel die WM-Strecke in Leogang. Sein großer Traum: Auf der eigens gebauten Strecke 2012 Weltmeister werden - auf dem Mountainbike natürlich.
GRÖSSTEN SPORTLICHEN ERFOLGE:
Weltcup-Sieg 2004
Dritter in der Weltmeisterschaft im 4-Cross 2006
Zweiter im Gesamtweltcup im 4-Cross 2008
Zweifacher Teilnehmer bei Red Bull Rampage als einziger deutscher Fahrer (2004 und 2008)
60 SEKUNDEN MIT GUIDO:
Was ist die härteste Übung in deinem Trainingsplan?
Sprints – eine Übung, vor der ich nichts esse. Da fahre ich aus dem Stand los, trete 6-8 Sekunden voll in die Pedale. Das Ganze 8 Mal hintereinander.
Was machst du in den letzten 10 Sekunden, bevor du an den Start gehst?
Ich erinnere mich an die schönen Momente des Sports, an meine Erfolge, an jubelnde Zuschauer.
Was ist Dein größter Spleen?
Ich bin Maschinen-, Auto- und Motorradfanatiker. Ich hab inzwischen eine Harley und drei V8-Trucks – einer davon ist babyblau.
Welcher Comic-Held wärst du gerne? Und warum?
Bob der Baumeister. Der baggert und baut viel - der passt einfach am besten zu mir.