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Ein Klippensprung aus 26 Metern Höhe erfordert höchste Konzentration und herausragende Athletik. Doch was geht im Kopf des Springers vor, wie wird benotet und wie wird der Schwierigkeitsgrad der Figuren bestimmt? Fragen, auf die wir die Antwort kennen.

Volle Konzentration, jeder Muskel im Körper angespannt, im Geiste noch einmal den Sprung durchgehen. Dann zwei, drei Schritte nach vorne, auf die Plattform 26 Meter über der Wasseroberfläche. Das Herz pocht, die Füße spüren schmerzhaft die Kante der Rampe, die Augen sind geschlossen. Und dann: der Sprung! Zwei bis drei Sekunden im freien Fall bis zum harten Auftreffen auf die Wasseroberfläche.

Zwei bis drei Sekunden lang das Gefühl der totalen Freiheit . Das ist Cliff Diving!

Bei nur drei Durchgängen pro Wettkampf müssen die Athleten bei jedem Sprung all ihr Können zeigen und stylishe wie komplexe und perfekt ausgeführte Dives präsentieren. Nur so können sie die Jury beeindrucken und – um es mit den Worten von Orlando Duque auszudrücken – das „unglaubliche Gefühl der Erleichterung nach einem schwierigen, aber sicheren Sprung“ erleben. Die drei wichtigsten Kriterien für Springer wie Wettkampfrichter sind dabei zu je einem Drittel der Absprung, die Position in der Luft und das Eintauchen. Punkteabzug gibt es zum Beispiel wenn ein Athlet während des Sprunges die Plattform berührt oder nicht komplett ausgestreckt und gerade ins Wasser eintaucht. Dem ungeschulten Auge bleiben diese Kleinigkeiten verborgen, nur ein Spezialist sieht derartige Feinheiten und kann sie beurteilen.

Die Jagd nach der 10. Der Schwierigkeitsgrad eines Sprunges basiert auf folgender Grundlage: Art des Sprunges, Anzahl der Salti, Anzahl der Schrauben, Position während der Salti und Art des Eintauchens. Innerhalb der sechs verschiedenen Sprungarten werden Schrauben mit den meisten Punkten bewertet. Nur ein perfekter Sprung verdient auch perfekte Haltungsnoten! Ein Beispiel zur Untermauerung dieser Theorie: bis zum heutigen Tage hat nur ein Diver eine perfekte „10“ von allen Punkterichtern bekommen – der Kolumbianer Orlando Duque bei den Weltmeisterschaften in Hawaii vor neun Jahren.

Je höher die Plattform, desto schwieriger die Sprünge – eine Faustregel. Auch wenn die Klippenspringer ihre Figuren nach rund 15 Metern komplett ausgeführt haben, gibt ihnen die zusätzliche Höhe die Gelegenheit noch exakter zu arbeiten und sich auf eine kerzengerade Eintauchphase vorzubereiten. Schließlich spielt Tradition in diesem Adrenalinsport eine große Rolle und „Lele Kawa“ ist immer präsent.

www.redbullcliffdiving.com


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