Sebastian Vettel beendete den von zahlreichen Crashs gekennzeichneten Japan Grand Prix - sein Teamkollege kreuzte die Linie unmittelbar hinter ihm.
Nachdem er sich im morgendlichen Qualifying die Pole-Position gesichert hatte, überzeugte Sebastian im Rennen bei herrlichem Sonnenschein mit einem Start-Ziel-Sieg.
Für Mark, der vom zweitbesten Startplatz aus ins Rennen ging, lief es nicht ganz so glatt, aber viel stand er dem Heppenheimer nicht nach. Robert Kubica gelang es, den Aussie beim Sprint zur ersten Kurve zu überholen, und zwangsläufig musste Webber dem Renault-Fahrer anschließend folgen… bis sich Kubicas rechtes Hinterrad löste, was den Polen zur Aufgabe zwang. Von diesem Zeitpunkt an setzten sich die beiden Piloten des Teams Red Bull Racing kontinuierlich ab. Etwas aufgehalten wurde das Duo lediglich durch auf der Piste verstreute Trümmerteile von Crash-Autos sowie dem deshalb zirkulierenden Safety-Car.
Das Gemetzel begann, als Lucas di Grassi auf dem Weg zum Startplatz spektakulär in die Pistenbegrenzung krachte. In der Startphase crashten anschließend Petrov, Hülkenberg, Massa und Liuzzi. Im weiteren Rennverlauf erwischte es Sutil wegen eines Öllecks sowie Rosberg, der in den Leitplanken landete. Von unseren beiden Fahrern abgesehen, fuhr am heutigen Tag Kobayashi vom Team Sauber ein herausragendes Rennen. Offenbar von seinen Landsleuten auf den Tribünen angefeuert, fuhr sich der Japaner vom 14. bis auf den siebten Rang vor. Dritter Mann auf dem Siegerpodest war Fernando Alonso. Damit standen dieselben Fahrer auf dem Podium wie in Singapur. Diesmal aber war die Reihenfolge besser für uns, was das Konstrukteurs-Championat angeht.
Nach dem Rennen freute sich Seb darüber, dass er seinen Vorjahreserfolg wiederholen konnte: „Dieser Circuit ist etwas ganz Besonderes - die Fans sind unglaublich, und es ist phantastisch, hier ein zweites Mal gewonnen zu haben. Heute war es nicht einfach, aber ich fuhr ein schönes und kontrolliertes Rennen.“
Bei Mark lief es viel, viel angenehmer als im letzten Jahr. Damals baute er im Training einen Unfall und konnte deshalb nicht am Qualifying teilnehmen. Er sagte: „Ich freue mich über meinen heutigen Auftritt. Viel mehr hätte ich nicht aus meinem Auto herausholen können. Der Doppelsieg stellt für uns mit Blick auf die Konstrukteurs-WM ein großartiges Ergebnis dar. Ich erzielte ein gutes Resultat für die Fahrer-Wertung. Sebastian hat den heutigen Sieg verdient.“
Das Ergebnis hat zur Folge, dass wir vor den drei letzten WM-Läufen der Saison ein komfortables Polster von 45 Punkten vor McLaren haben. Mark führt die Fahrerwertung unverändert an, und Seb belegt nun den zweiten Rang punktgleich mit Alonso.
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