F1-Experte und Rennfahrer Karl Wendlinger bloggt vor dem Rennen in Brasilien über die Routine der Red Bull Racing-Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber und darüber, dass Leader Alonso alles andere als unbesiegbar ist.
Strecke: Die Strecke in Interlagos hat einige mittelschnelle und langsame Kurven, aber auch eine lange Gerade vor der Start/Zielgerade. Ich bin mir sicher, dass es für den RB6 bessere Strecken gibt, denn auf den Geraden ist er nach wie vor nicht der schnellste und hier ist die Höchstgeschwindigkeit besonders wichtig. Allerdings weiß ich jetzt schon, dass Red Bull konkurrenzfähig sein wird.
Chancen Sebastian und Mark: Die beiden Red Bull-Piloten werden ganz sicher höchst konzentriert und motiviert in das Wochenende starten. Sie werden ihr Bestes geben und wissen dabei genau, dass Fehler und vor allem das Ausscheiden verboten ist. Aber ich mache mir um den Druck keine Sorgen. Sowohl Sebastian als auch Mark sind so routiniert, dass sie die vergangenen Fehler ausblenden können und sich nur auf das Rennen konzentrieren. Sicher stehen die Chancen für Mark im Augenblick besser, da Sebastian schon 25 Punkte Rückstand auf Fernando Alonso hat. Aber wir wissen alle, wie die Formel 1 ist: Alles ist möglich und man darf den Tag nie vor dem Abend loben.
Chancen Jaime und Sebastién: Die beiden Toro Rossos haben jetzt schon oft genug bewiesen, was sie draufhaben. An guten Tagen schaffen sie es sogar fast bis ins Q3 und bereiten ihren erfahreneren Kollegen im Rennen ganz schön Kopfschmerzen. Ich denke, dass sie auch in Brasilien gute Leistungen bringen können, allerdings müssen sie sich dafür voll hineinknien.
Konkurrenz: Hauptkonkurrent ist und bleibt Fernando Alonso. Der Spanier wird alles tun, was in seiner Macht steht, um auch den kleinsten Fehler von seiner Seite zu verhindern. Allerdings hat sich auch schon gezeigt, dass selbst er ab und zu Fehler macht und absolut besiegbar ist. Auch Lewis Hamilton wird an diesem Wochenende gefährlich sein, da die Strecke seinem Auto hervorragend liegen wird.
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