Eine erfolgreiche Saison ist zu Ende – Viktoria Rebensburg zieht Bilanz. Im Interview spricht die 21jährige Olympiasiegerin über die schönsten Momente der vergangenen Monate, über Show-Rennen im alpinen Skisport und ihren nächsten Urlaub.
Alle freuen sich über den Frühling. Bist du als Wintersportlerin auch froh, dass es endlich warm wird?
Ja, total. Die Monate, wo es wirklich schön ist, sind eh so selten. Ich freue mich auf den Frühling. Jetzt werden die Tage wieder länger, es wird wärmer, alles wird grün und man braucht nicht mehr so dicke Klamotten.
Gerade zum Schluss der Saison warst du in super Form. Traurig, dass es vorbei ist?
Eigentlich nicht. Es war eine tolle Saison für mich. Aber jetzt bin ich froh, dass es vorbei ist und alles gut geklappt hat.
Was waren die schönsten Momente in der Saison 2010/2011?
Da gab es viele. Der Sieg beim Heimrennen in Zwiesel war ein schönes Erlebnis, dann der Auftaktsieg in Sölden, der wichtige Sieg in Spindlermühle und natürlich die Übergabe der Kristallkugel in Lenzerheide.
Hast du eigentlich Lieblingsstrecken?
Mehrere. Zwiesel zum Beispiel mag ich, in Sölden fahre ich sehr gerne und Cortina ist auch eine sehr schöner Weltcupstrecke. In allen drei Orten habe ich schon gewonnen, das macht diese Strecken natürlich ganz besonders für mich.
Was sind deine nächsten Ziele - du hast ja schon fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt?
Im Riesentorlauf schon, aber es gibt noch andere Disziplinen. Irgendwann wird auch der Gesamtweltcup ein Thema werden. Langfristig will ich da ein Wörtchen mitreden. Deshalb ist es mein Ziel, in der nächsten Saison auch in den Speedisziplinen in die Top 5 oder sogar aufs Podium zu fahren. Wobei der Riesentorlauf meine wichtigste Disziplin bleiben wird.
Hast du Angst davor, dass es in einer Saison einmal schlechter laufen könnte?
Nein, an das denke ich überhaupt nicht. Wenn man Angst hat vor Dingen, die schlecht laufen könnten, dann kann man nicht glücklich sein im Leben.
Nächstes Jahr gibt es kein Großereignis. Ist es ein Problem für die Motivation, nicht auf Gold hinarbeiten zu können?
Nein, es gibt ja auch im Weltcup viel zu gewinnen. Ich glaube sogar, dass es für meine Entwicklung sehr gut ist, wenn ich mich nur auf den Weltcup konzentrieren kann. Ich werde Rennen fahren, ohne eine Goldmedaille im Hinterkopf zu haben.
Die Zuschauer waren vom Teamwettbewerb in München begeistert. Braucht der alpine Skisport mehr Showelemente?
Für uns Rennläufer war das eine tolle Veranstaltung und richtig spannend. In Richtung Show-Rennen kann man sicher noch mehr machen. Man sollte auch die Weltcup-Rennen ein bisschen der Zeit anpassen. Aber grundsätzlich hat ein solches Event sportlich nicht den gleichen Stellenwert wie beispielsweise ein Riesenslalom in Sölden. Unser Sport wird auch weiterhin aus Riesentorlauf, Super G, Abfahrt und Slalom bestehen.
Wie wirst du die nächsten Monate verbringen, wann steigst du wieder ins Training ein?
Anfang Mai geht’s wieder los mit Konditionstraining. Richtig Skifahren steht erst ab Anfang August in Übersee wieder auf dem Programm.
Urlaub ist jetzt keiner geplant?
Vorerst nicht, aber im Juni oder Juli werde ich sicher wegfahren. Ich habe aber noch keinen genauen Plan, wohin es geht.
Was ist dir im Urlaub lieber: Berge oder Meer?
Eher das Meer. Vielleicht fahr ich nach Sardinien.
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