Vartan Bassil ist Kopf der Flying Steps, Choreograf von Red Bull Flying Bach, und somit eines der wichtigsten Puzzleteile der Show. Auf redbull.de zieht er Resümee über sein Red Bull Flying Bach-Jahr 2011.
Die beste Show hatten wir in der Tonhalle in Düsseldorf, weil die Akustik der Location unglaublich war. So konnten wir den Klang der Instrumente besonders gut aufnehmen, was für unsere Performance sehr wichtig ist. Außerdem ist das Publikum von Anfang an gut mitgegangen.
Die beste Stimmung war in Aschaffenburg im Stadttheater, weil das Publikum, bedingt durch das kleine Theater, sehr nah an der Bühne saß. Es war ein richtiger Hexenkessel mit minutenlangen Standing Ovations am Ende der Show. Wir mussten eine Zugabe nach der anderen geben; das Publikum wollte uns gar nicht mehr von der Bühne lassen.
Die beste Location auf der Tour war in Wien, weil das Burgtheater zu den bedeutendsten Bühnen Europas gehört. Ich glaube, jeder Künstler möchte einmal auf so einer Bühne stehen! Das ist wirklich etwas Besonderes.
Wir selbst waren mit unserer Performance besonders happy in Wien, weil wir zwei Doppelvorstellung bewältigt haben. Eine Show dauert 70 Minuten, was sehr anstrengend ist. Wir wussten also nicht ob wir eine zweite Show am selben Tag schaffen. Das war für uns eine enorme Herausforderung und wir haben sie gemeistert!
In die Hose ging einmal etwas im Herkulessaal in München, weil der Tanzboden auf der Bühne nicht richtig befestigt war. Mitten in der Performance verrutschte er plötzlich um einen halben Meter. Das hat uns einen ziemlichen Schrecken eingejagt. Zwischen den nächsten beiden Musikstücken wurde der Boden von der Crew wieder in die richtige Position gebracht und befestigt. Das Publikum hat davon zum Glück nichts mitbekommen.
Unbedingt wieder auftreten wollen wir in Dänemark, weil wir dort auf unserer Tour den ersten internationalen Stopp hatten. Wir waren besonders gespannt, wie das Publikum außerhalb Deutschlands auf unsere Show reagieren würde. Und es hat unsere Erwartungen übertroffen: Die Location war unglaublich, das Publikum war begeistert und wir sind dieses Jahr wieder eingeladen. Besser kann’s nicht laufen!
Mein persönliches Highlight der Tour 2011 war Bonn, weil wir dort im Plenarsaal des ehemaligen Bundestags auftreten durften. Hier tagten von 1992 bis 1999 die Abgeordneten. Dass die Crew und ich hier performen würden, hätte ich mir niemals erträumen lassen.
Richtig ausgepowert war ich in Berlin, weil wir insgesamt 13 Shows im trafo/ Kraftwerk getanzt haben und es in der Location zudem ziemlich kalt war. Das war sehr anstrengend, hat aber vor heimischem Publikum auch viel Spaß gemacht.
Am meisten lachen musste ich in Berlin, weil Lil Rock fast zu spät auf die Bühne kam. Er hatte während der Show das Kostüm zu früh gewechselt und musste sich schnell wieder umziehen. Das hat er aber nicht geschafft und stand dann mit offener Hose und ungebundenen Schnürsenkeln auf der Bühne. Ich wusste im ersten Moment nicht was los ist, musste nach dem Stück aber unglaublich lachen, als ich die ganze Geschichte hörte.
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