This is the arrival

Sänger Mario Clement spricht über das neue Album "A Million Kicks" und erklärt, wie man die Indie-Rocker aus Bayern am besten supportet.

Ihr seid gerade dabei, euer zweites Album zu veröffentlichen. Wie ist eure Band "This is the arrival" eigentlich entstanden?
Ich und unser Gitarrist Timo kennen uns schon, seit wir 10 Jahre alt sind. Wir haben praktisch immer zusammen Musik gemacht und früher hauptsächlich Bands wie Jimmy Eat World, Mayday Parade, Coldplay oder die Red Hit Chili Peppers gehört. Vor 4 Jahren haben wir uns dann in der Formation, wie sie jetzt ist, zusammengefunden. Zuvor hatte ich einen kurzen, aber eher erfolglosen Abstecher zum Hip Hip gemacht und mich als Deutsch-Rapper versucht.

Ihr kommt alle aus der Umgebung von München. Ist eure Herkunft für euch prägend?

In unserem Sound gibt es nicht viel, was an München erinnert. Wir sind halt in Vororten aufgewachsen. Da kann man schnell mal im Keller eines Elternhauses einen Proberaum einrichten. So was geht in der Stadt vielleicht nicht so einfach oder es gibt dort eine andere Infrastruktur für Bands. In Berlin wird eine frische Band aus Bayern zum Beispiel manchmal komisch angeschaut.

Mit Ron Flieger arbeitet ihr mit einem Fixstern der Münchner Indie-Szene. Wie seid ihr auf ihn gestoßen?

Das war zu einer Zeit, in der wir wirklich sehr viel live spielten. Eines Tages wurde er auf uns aufmerksam und kam, wie man sich das so klassisch vorstellt, nach dem Konzert zu uns. Wir nahmen dann bald eine EP mit ihm auf und unterschrieben einen Publishing-Deal mit Warner Chappel. Das war für uns ein klarer Schritt zur Professionalität.

Flieger hat auch euer zweiter Album "A Million Kicks" produziert. Hattet ihr irgendwann mal die Idee, es mit jemand anderen zu versuchen?
Nein, überhaupt nicht. Ron ist ja nicht nur unser Produzent, sondern auch Manager und Label-Chef. Auch wenn er das nicht so gerne hört: Er ist quasi das fünfte Mitglied der Band.

Wie wirkt sich das aus?

Im Studio spielt das eine große Rolle. Bei den Aufnahmen zu "A Million Kicks" arbeiteten wir sehr losgelöst, weil jeder für sich Ideen entwickelte und sie dann einbrachte. Es kam in dieser Hinsicht auch viel von ihm und als Produzent hatte er einen starken Einfluss darauf, wie die Ideen umgesetzt wurden.


 


Hattet ihr einen gewissen Druck, mit dem neuen Album dicker auftragen zu müssen oder euch neu zu erfinden?

Wir selber hatten uns schon Druck gemacht. Es sollte ein Album sein, das wir oder unsere Freunde einfach selber gerne hören. Wir wollten einfach was Geiles aufnehmen!
Deshalb haben wir auch mehr experimentiert und einige Male sind dabei kleine Fehler passiert, die wir - anstatt sie zu löschen -  auf die Platte genommen haben. Ich finde, kleine Unfälle sind charmant und sie fühlen sich richtig an..

Im Moment steht das Thema "Musik-Piraterie" im Netz wieder groß zur Diskussion. Wie geht ihr damit um?

Wir selbst sind im Zeitalter von Napster, eDonkey, und wie sie alle geheißen haben, aufgewachsen. Auch für uns war es ganz normal, Musik ohne nachzudenken herunterzuladen. Body Bill haben vor kurzem in einem Interview gemeint, Musik sei kein Wasserhahn, den man einfach aufdrehen kann. Das finde ich absolut richtig. Fans sollte der Wert von Musik bewusst sein, auch wenn sie nicht mehr wie früher eine Schallplatte oder CD in der Hand halten. Am besten kann man seine Band mit Konzert-Besuchen supporten und dort die CDs kaufen.

Gut, wo kann man euch in nächster Zeit live beobachten?
Am 10. Febraur präsentieren wir das neue Album im Atomic Cafe in München. Dann spielen wir noch im März und Mai einige Konzerte. Für den Sommer ist noch nichts fixiert.

ACHTUNG:
Das Konzert am 10. Februar im Atomic Cafe ist leider ausverkauft!

 


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