© Soulparlor

Das Kollektiv Soulparlor aus Mainz steht seit Jahren für Qualität im Club und hat jetzt ein neues Album veröffentlich. Im Interview: Frank Jensen.

Frank, ihr habt als Soulparlor gerade ein neues Album rausgebracht, ihr seid aber schon sehr lange Fixsterne der deutschen DJ-Szene wenn es um qualitative Club-Musik geht. Was ist euer Erfolgsrezept?
Wir kennen uns alle schon sehr lange und haben verschiedene Backgrounds: Frank war früher in der Drum’n Bass Szene unterwegs, Tobias stand auf Metal und ich war ein reiner House-Fan. Wir haben uns beim Skaten und Biken kennengelernt und beschlossen was Neues machen zu wollen. Wir haben halt immer unser Ding gemacht.

Wie seid ihr dann zu eurem jetzigen Sound gekommen?
Wir hatten vor Soulparlor schon einige Releases, die musikalisch auch anders waren. Was das lustige war, als wir unseren Sound fanden, wie er heute ist, ging das grad in London auch total ab. Wir hatten das aber kaum mitbekommen, sondern machten einfach, was uns gerade passte.  Wir nannten unsere Produktionen „Deep Broken Phusion Soul“.

Wie entstanden dann die Kontakte?
Da wir einen englischen Vertrieb hatten, glaubten die Leute in England, wir seien von dort. Die meisten Artists haben wir über unsere Clubnacht getroffen. Da waren gleich mal Leute wie Jazzanova, Domu oder 4Hero zu Gast und es entstanden gute Freundschaften.

Eure Clubnacht im Red Cat in Mainz gibt es nun schon mehr als 13 Jahren, eine extrem lange Zeit
.
Um einen qualitativ hochwertigen Club mit wenig Kompromissen so lange durchzuziehen, muss natürlich alles passen. Einerseits stehen die Besitzer des Red Cat seit dem ersten Tag bis heute hinter uns und sind sich bewusst, dass es auch mal schlechte Abende geben kann. Und wir sind ja auch in ganz Deutschland bekannt für den Sound und dass es bei uns immer Neues zu hören gibt, da kommen schon viele Leute.

 

Wenn man das Album hört und die Liste an Gästen durchgeht, hat man den Eindruck ihr habt die Leute immer gebucht und sie erst heimfahren lassen, nachdem sie mit euch im Studio waren.
Ja, so war es. Fast. Klar, extrem viele Kontakte entstanden durch die Clubnacht, weil sich das international herumspricht. In Wirklichkeit ist das Album aber zum Großteil übers Internet entstanden: Wir schicken jemand einen Beat, der andere spielt seinen Teil dazu und schickt es wieder retour. Wie haben schon früh damit begonnen, so zu arbeiten und es hat erstaunlich gut geklappt. Die meiste Arbeit am Album war als das Downloaden von Daten...

Wen hättet ihr noch gerne am Album gehabt?
Puh, es gibt da so viele mit denen wir arbeiten wollen. Im Prinzip haben wir so Kollaborationen immer so einfach wie möglich gehalten, also nur mit Künstlern gearbeitet mit denen wir direkt zu tun hatten und die auch sofort dabei waren. Das ist wichtig für die Stimmung. Aber Ben Westbeech hätten wir gerne mal dabei, aber der spielt in einigen Wochen bei uns, als mal schauen…

Was steht bei euch als nächstes an, arbeitet ihr an neuem Material?
Ja, klar zum einen arbeiten wir an Replif’s neuem Album und zum anderen wird es mehr für den Dancefloor geben. Frank Lotz ist außerdem mit seinem HipHop Projekten „Audiotreats“ eingedeckt und hat unter anderem gerade ein neues Album draußen „Cookies & Cream“ .Ich bin viel als DJ unterwegs um das Album zu promoten.


     
Das Album „Evoluzion“ ist auf Tokyo Dawn Records erschienen.
www.soulparlor.com

Die nächsten DJ Gigs von Soulparlor:
16.07.2011 @ the loud minority/roxy/wien/austria + julien dyne live
22.07.2011 @ well! well!/red cat/mainz/germany
11.-14.08.2011 @ voi'sa festival/supetar/brac/croatia + the herbaliser/zed bias/daz i kue/eddy ramich and more
20.08.2011 @ turkish delight/oslo/norway
27.08.2011 @ ymniydmy/red cat/mainz/germany + ben westbeech live
01.-04.09.2011 @ discovery sardinia festival/alhero/sardinia/italia + trus'me/isoul8/antal and more
07.10.2011 @ mudd club/strasbourg/france
29.10.2011 @ ymniydmy/red cat/mainz/germany + zed bias
25.11.2011 @ well! well!/red cat/mainz germany

 


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