X-Alps

Nach einer zehntägigen Tortur erreichte Christian Maurer (SUI) am 29. Juli um 11:24 Uhr (MEZ) das Ziel der Red Bull X-Alps 2009 in Monaco. Der 26-jährige Extremsportler entschied das Rennen - ausgestattet nur mit Paragleitschirm und Gebirgsausrüstung - überlegen für sich.

Nach Tagen der körperlichen und seelischen Extrembelastung überquerte Christian Maurer (SUI) am 29. Juli um 11:24 Uhr Lokalzeit die Ziellinie von Red Bull X-Alps 2009. Nachdem er die anspruchsvolle Strecke von Salzburg über die höchsten Berge Europas bis nach Monaco nur zu Fuß und per Paragleiter am schnellsten der 29 Athleten aus 23 Ländern hinter sich gebracht hatte, durfte sich der 26-jährige Extremsportler als Sieger feiern lassen. Sein Landsmann Alex Hofer, der das Rennen 2007 gewonnen hatte, war der einzige Athlet, der es außer Maurer noch bis ins Fürstentum schaffte.

Maurer brachte im härtesten Adventure Race der Welt unglaubliche 1.376 km voll körperlicher und geistiger Belastungen hinter sich und war der erste Athlet, der die erfrischenden Wellen vor Monacos berühmten Hafen genießen konnte. Ganz nebenbei schrieb der Schweizer dabei Extremsport-Geschichte, indem er einen ganzen Tag vor Hofer das Ziel erreichte.

Maurers Reise ins Luxusdomizil an der Mittelmeer-Küste war allerdings alles andere als komfortabel. Er musste dabei nicht nur die Etappenziele Gaisberg (AUT), Watzmann (GER), Großglockner (AUT), Marmolada (ITA), Matterhorn (SUI), Mont Blanc (FRA) und Mont Gros (FRA) ohne fremde Hilfe bewältigen, sondern sich durch Starkregen, Stürme und extreme Hitze kämpfen. Tausende Höhenmeter quer über Stock und Stein, mit blutenden Blasen, extremen Flugbedingungen und Schlafentzug konnten Maurer jedoch nicht von seinem Sieg bei Red Bull X-Alps 2009 abhalten.

Der dritte Platz ging an den US-Amerikaner Honza Rejmanek, der damit das beste Ergebnis erzielte, das je ein nicht-europäischer Athlet für sich beanspruchen konnte. Und das obwohl die Schmerzen in seinen Knien die letzten Tage so schlimm geworden waren, dass er die Berge teilweise rückwärts hinunterlaufen musste.

Insgesamt schafften es nur 18 der 39 gestarteten Athleten in die finale Ergebnisliste, da zwölf von ihnen frühzeitig ausschieden oder disqualifiziert wurden. Rückblickend sagt Maurer über das entbehrungsreiche Rennen: "Mein Körper ist vollkommen erschöpft, ich werde mich die nächsten Tage keinen Meter bewegen! Ich war während des gesamten Rennens am Limit, aber seit ich im Ziel gelandet bin, fühle ich mich bedeutend besser - zumindest psychisch!"

Maurer war insgesamt 42,17 Stunden in der Luft und weitere 87,32 Stunden zu Fuß unterwegs - und das bei schlappen 100 Stunden Erholung. Nicht weniger als 34.890 Höhenmeter brachte er auf den 1.376 Kilometern von Salzburg nach Monaco zu Fuß hinter sich, 999 Kilometer war er mit seinem Gleitschirm in der Luft.


Kommentare

    Einen Kommentar hinzufügen

    * Alle Felder müssen ausgefüllt werden
    Es sind nur 2000 Zeichen erlaubt :
    Gib das Word auf der linken Seite ein und klicke auf "Kommentar abschicken".

    Artikel Details