Joachim Prügel aka Swede:Art ist deutscher Teilnehmer der Red Bull Music Academy in London. Hier sein Resumee nach einer Woche im Musik-Schlaraffenland.
Eine Woche Red Bull Music Academy ist jetzt vorbei und eines kann ich fix sagen: ich brauche Schlaf! Es gibt zuviele Dinge, die es jeden Tag gibt: Lectures, Konzerte, Clubs und Studiotime.
Was mir gleich an den ersten Tagen aufgefallen ist: es ist wirklich so, dass sich hier alle auf Augenhöhe begegnen. Die sogenannten Stars, die Lektoren und die Teilnehmer. Am ersten Tag saß jeder Teilnehmer selber für ein paar Minuten auf der Couch und spielte seine Tracks. Da sitzen dann plötzlich Leute von denen ich ein Riesenfan bin, wie Hudson Mohawke oder Benji B. und hören mir zu.
Die Acadamy ist von den Teilnehmern auch totaler Wahnsinn: Ich bin aus Passau und unter den 50.000 Bewohnern dort jemand zu finden, mit dem man musikalischt total übereinstimmt und arbeiten kann, ist schwer. Hier geh ich in irgendein Studio und dort ist jemand, mit dem an auf einer Wellenlänge ist.
Von den Lektoren haben mich Cluster bis jetzt am meisten beeindruckt. Sie sind schon ältere Künstler und es ist deshalb extrem interessant denen zuzuhören. Sie haben Anfang der 70er Jahre Musik gemacht, die so fortschrittlich und voraus war, wie wir alle zusammen hier nicht sind. Weil sie eben aus so einer andern Zeit kommen, ist das extrem inspirierend. Natürlich freue ich mich auf Leute wie Flying Lotus, der nächste Woche kommt, aber von älteren Leuten hört man oft Dinge, die man sonst nicht so leicht erfährt.
Jetzt steht einmal die nächste Woche an und gegen Ende wird es wieder hektisch, weil wir ja einiges angefangen haben, das fertig gemacht werden will.
Mehr Blogs, Videos und Daily Note, das tägliche Magazin der Red Bull Music Academy gibt es aus www.redbullmusicacademy.com
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