Red Bull Air Race (c) Red Bull Photofiles

Das Feintuning der Flugzeuge bestimmte die zurückliegenden drei Wochen der insgesamt 15 Piloten der Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft 2009. Konnte sich das Gros vor dem Auftaktrennen der „Formel-1 der Lüfte“ in Abu Dhabi, das Weltmeister Hannes Arch (Österreich) vor dem Briten Paul Bonhomme und dem Franzosen Nicolas Ivanoff gewann, noch nicht genau einordnen, war man sich im Anschluss der Stärken und Schwächen der Maschinen mehr als bewusst.

So wird der Tannheimer Matthias Dolderer, der bei seinem Debüt in der Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft 2009 in Abu Dhabi auf Anhieb einen WM-Punkt ergatterte, beim zweiten WM-Rennen in San Diego (9./10. Mai) ein neues Spornrad einsetzen. Aufgrund der knappen Zeitspanne zwischen Abu Dhabi und San Diego konnten bei Dolderers Egde 540 allerdings keine Veränderungen am Motor mehr durchgeführt werden, der im Vergleich zur Konkurrenz noch zu wenig Leistung aufweist.

„San Diego ist für mich der schönste Tour-Stopp der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft. Ich liebe die schöne Szenerie, das ideale Klima und die Begeisterung der Kalifornier für unseren Sport. Mein Ziel ist es, an die Ergebnisse von Abu Dhabi anzuknüpfen. Ich peile erneut die Top-12 an und hoffe auf den einen oder anderen WM-Punkt", erklärt Dolderer, der seinen Fans für das erste Rennen in Europa in Budapest (19./20. August) eine exklusive Fanreise anbietet.

Auch Hannes Arch konnte sich auf seinem Auftakterfolg von Abu Dhabi nicht ausruhen. Der 41-jährige Salzburger hat mit seinem Team in den vergangenen Wochen jede freie Sekunde in das Feintuning seiner Rennmaschine investiert. Arch war bereits vergangene Woche nach San Diego gereist: „Zeitumstellung verarbeiten, den Körper an das Klima gewöhnen und das Flugzeug rennfertig machen. Wir haben keine Zeit für eine Pause.“

"Mein Ziel ist es, an die Ergebnisse von Abu Dhabi anzuknüpfen. Ich peile erneut die Top-12 an und hoffe auf den einen oder anderen WM-Punkt" Matthias Dolderer

Der Weltmeister hatte in Abu Dhabi nicht nur im Rennen triumphiert, sondern auch das Qualifying für sich entschieden und sich dadurch einen zusätzlichen WM-Punkt gesichert. „Mit Paul Bonhomme habe ich sowieso gerechnet. In Abu Dhabi hat man aber gesehen, dass auch einige andere Piloten viel aufgeholt haben und definitiv Sieganwärter sind.“ Dem früheren Wahl-Kalifornier gefällt nicht nur der US-Bundesstaat am Pazifischen Ozean, „auch der Kurs für das Rennen kommt mir entgegen“.

San Diego ist bereits zum dritten Mal Austragungsort eines WM-Rennens der weltweit schnellsten Motorsportklasse. 2007 und 2008 triumphierte in der Millionen-Metropole der Brite Paul Bonhomme, Zweiter des diesjährigen Auftaktrennens in Abu Dhabi.
Bei der von der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) überwachten Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft müssen die Piloten ihr ganzes Können unter Beweis stellen, um bei Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 370 km/h und Kräften von bis zu 12g die 20 Meter hohen aufblasbaren Pylone, die sogenannten Air Gates, so schnell wie möglich zu passieren.

Das Qualifying von San Diego findet am Samstag, 9. Mai, um 14.00 Uhr, das Rennen am Sonntag, 10. Mai, um 13.00 Uhr (jeweils Ortszeit) statt. Die WM wird im kanadischen Windsor Ontario (13./14. Juni), Budapest (19./20. August), Porto (12./13. September) fortgesetzt und endet am 3./4. Oktober in Barcelona.

Red Bull Air Race

Red Bull Air Race


Kommentare

    Einen Kommentar hinzufügen

    * Alle Felder müssen ausgefüllt werden
    Es sind nur 2000 Zeichen erlaubt :
    Gib das Word auf der linken Seite ein und klicke auf "Kommentar abschicken".

    Artikel Details