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Deutschlands treffsicherster Fussballstürmer über interessante und uninteressante Tore, den Druck der Fans und Siegesposen vor dem Spiegel. Und mit einer politischen Botschaft: Gibt es ein gemeinsames Ziel, ist unsere Herkunft egal.

Red Bulletin: Gibt man bei Google deinen Namen ein, schlägt die Suchmaschine Wortkombinationen vor. Bei Ihnen sind das „Mario Gomez neue Frisur“, „Mario Gomez schwul“, „Mario Gomez Frisur“ und „Mario Gomez Freundin“, in dieser Reihenfolge. Ziemlich wenig Fußball, finden Sie nicht?
Mario Gomez: „Neue Frisur“ ist auf Platz eins? Das wusste ich nicht.

Werden Sie nicht ununterbrochen auf die neue Tolle angesprochen?
Ja, öfter mal. Aber ich verstehe nicht ganz, warum. Schließlich spiele ich ja nicht mit einer rosa Perücke.

Aber Ihr ganzer Look ist verändert. Vom iberischen Langhaar-Macho zum Rockabilly-Hero.
Ich habe halt nach ein paar Jahren meine Haare an der Seite etwas gekürzt, und das wird jetzt viel mehr wahrgenommen als Dinge, die viel interessanter wären.

Wahrscheinlich, weil Fußball nicht nur Sport, sondern auch Entertainment ist.
Das ist es ja. Es gibt genügend Sportarten, wo man mindestens so viel Disziplin braucht, um zur Spitze zu gehören, wie im Fußball. Aber dort stehen nicht so hohe Summen in den Spielerverträgen wie im Fußball, im Basketball oder der Formel 1.

Die Stadien sind jede Woche voll. Die TV-Übertragungen haben blendende Einschaltquoten. Es sind die Fans, die die hohen Gehälter bezahlen.
Das wissen wir. Ohne die Fans würde der gesamte Kreislauf nicht funktionieren.

Dafür müssen Sie auch etwas bieten. Sie schießen nicht nur ein Tor nach dem anderen, sondern zelebrieren Ihre Tore auch mit speziellen Jubelposen.
Ich habe nur drei Jubel-Varianten bewusst gemacht. Die erste war der „Torero“, den mach ich relativ oft. Der entstand in meiner ersten Saison als Stammspieler, als ich schon ein paar Kisten erzielt hatte. Die Jungs von der Mannschaft meinten, jetzt sei es mal Zeit für einen speziellen Jubel. Zufällig war ich an dem Wochenende auf dem Titelblatt des Stadionmagazins, und der Titel war ein Wortspiel, Tor und rero, und mein Gesicht dazu. Da sagte ich, okay, passt auf, wenn ich heute treffe, versuche ich mal einen Torero rauszulassen.

Haben Sie vor dem Spiegel geübt?
Nein, die Idee wurde ja erst 20 Minuten vor dem Spiel geboren. Wir spielten gegen den HSV, und ich machte zehn Minuten vor Schluss das 1:0. Dann machte ich also die Bewegung, wie wenn ein Torero sein Cape vor dem Stier wegzieht, und der Jubel war geboren.

Das ganze Interview lesen Sie in der Juni-Ausgabe des Red Bulletin.

 


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