Gleich bei seiner WM-Premiere ist Waldemar Hoffmann beim Red Bull Paper Wings Weltfinale in Salzburg aufs Podest geflogen. Der 29 Jahre alte Darmstädter Informatikstudent sicherte sich am Wochenende im Hangar-7 zusammen mit dem US-Amerikaner Ryan Naccarato in der Kategorie Kunstflug (beide 44 Punkte) überraschend Bronze. Gold ging an Japan, Silber an Polen. In der Disziplin „längste Flugzeit“ war der Brasilianer Leonard Ang (11,66 Sekunden) nicht zu schlagen. Als einziger Titelverteidiger siegte Jovica Kozlica (Kroatien/54,43 Meter) in der Kategorie „längste Distanz“.
253 Studenten aus 83 Nationen gingen beim zweiten Red Bull Paper Wings Weltfinale nach 2006 mit handelsüblichen 80/mg DIN A4-Blättern an ihre Grenzen. Zwei Tage dauerte es, bis die hochkarätig besetzte Jury um den Präsidenten der internationalen Papierflieger-Vereinigung, Andy Chipling (Großbritannien), und die beiden Weltrekordhalter Ken Blackburn (längste Flugzeit/27,6 Sekunden) und Stephen Krieger (längste Distanz/63 Meter/beide USA) die Sieger gekürt hatte. Für Waldemar Hoffmann ging mit dem Stockerl-Platz ein Traum in Erfüllung: „Ich bin mächtig stolz. Bei der Menge an Teilnehmern auf dem Podest zu stehen, bedeutet mir sehr viel.“ Matthias Buske (längste Flugzeit/9,53 Sekunden) verpasste mit Rang 14 knapp das Superfinal der besten Zehn. Erst kurz vor Schluss wurde der 25-jährige Marburger im Feld der 70 Konkurrenten vom zehnten Platz verdrängt. Nur 7 Hundertstelsekunden fehlten ihm zum Weiterkommen. Christoph Sahr (Hamburg/längste Distanz) blieb mit zwei ungültigen Versuchen ebenfalls in der Vorrunde hängen, erwies sich zusammen mit Buske aber als wichtige Stütze für den besten Deutschen: „Die beiden Jungs waren das Wochenende immer gut drauf und haben mich super unterstützt. Das war wichtig für die Moral. Wir waren ein perfektes Team“, meinte Waldemar Hoffmann.
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