Paul Bonhomme setzte sich beim ersten Trainingsdurchgang auf dem EuroSpeedway Lausitz am mit der schnellsten Zeit durch. Dabei verwies er Lokalmatador Matthias Dolderer auf den zweiten Rang.
Vor dem Saison-Abschlussrennen am Wochenende –Qualifying am Samstag und Rennen am Sonntag – findet ein weiterer Trainingsdurchgang am Donnerstagnachmittag statt, zweite weitere folgen am Freitag.
Bonhomme, der mit gerade einmal fünf Punkten Vorsprung auf seinen schärfsten Rivalen Hannes Arch (Österreich) die WM-Gesamtwertung anführt, legte eine Zeit von 1:14,99 Minuten auf dem Parcours vor über der Motorsport-Rennstrecke des EuroSpeedway Lausitz südlich von Berlin hin. Lokalmatador Matthias Dolderer erreichte mit bemerkenswerten 1:15,84 Minuten überraschend Platz zwei. Bonhommes Landsmann Nigel Lamb belegte Rang drei (1:17,24), US-Pilot Michael Goulian folgte auf Platz vier (1:18,10). Mit einer Zeit von 1:18,75 Minuten erreichte der derzeitige WM-Zweite Hannes Arch abgeschlagen nur Platz sechs.
„Der Parcours ist sehr interessant”, so Bonhomme nach dem ersten Durchgang, „und auf Anhieb einfach zu manövrieren, ohne dass man einen Schrecken bekommt. Das ist immer ein Vorteil, wenn man das erste Mal auf eine unbekannte Strecke geht. Andererseits gibt es eine Menge Kurven und Wenden, die am Ende mit Sicherheit über Sieg oder Niederlage entscheiden werden.“
Im Allgemeinen messen die Piloten den ersten Trainingsdurchgängen keine besonders große Bedeutung zu. Es ist eine Gelegenheit, den Parcours kennen zu lernen und während ihrer etwa fünf Minuten langen Sessions bestimmte Abschnitte genauer unter die Lupe zu nehmen. Dennoch werden besonders gute Leistungen von allen scharf beobachtet – so wie die von Dolderer am Donnerstag. Beim letzten Trainingsdurchgang am Freitagnachmittag, bei dem die Startreihenfolge für das Qualifying am Samstag festgelegt wird, sieht die Sache dann aber ganz anders aus – da gibt jeder der Piloten im Parcours Vollgas.
Der Tannheimer musste sich in dieser Saison ganz schön abmühen und freut sich daher besonders darauf, das Rennen vor seinen Fans zu Hause in Deutschland zu bestreiten. Seine Edge 540 V3 gilt als eine der schnellsten Rennmaschinen im Circuit, und Dolderer hofft stark auf den zweiten Podiumsplatz seiner Karriere. 2009 hatte er beim Saisonfinale in Barcelona als Dritter schon einmal auf dem Treppchen gestanden.
“Das lief richtig gut heute”, so Dolderer mit einem breiten Grinsen. „Ich fühle mich richtig wohl hier, und es macht Spaß, auf diesem Parcours zu manövrieren. Ich bin ganz entspannt und versuche alles richtig zu genießen. Es wäre toll, wenn ich das Super8 schaffen würde. Oder - noch besser natürlich - das Final4 am Sonntag.“
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