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Das will jeder einmal erleben: Als Journalist bei einem Großevent dabei sein, hinter die Kulissen blicken, mit den Stars plaudern und die Atmosphäre vor Ort hautnah erleben. Red Bull macht es möglich und hat dafür die Aktion „Rasende Reporter“ ins Leben gerufen. Der erste Einsatz der Jung-Journalisten war das MotoGP-Wochenende am Sachsenring. Hier der Blog von Alisa Reimer.

Ein Tag, 28°C und von über 80.000 Menschen umgeben. Samstag, 16. Juli auf dem Sachsenring zum Motorrad Grand Prix, Trainingstag.

Es ist 11:30 die Sonne brennt auf den Asphalt und die grölenden Massen befinden sich auf den Tribünen, tummeln sich vor Snack- und Getränkebuden oder wandern beschwingt das 44 ha große Gebiet des Sachsenrings ab. Eine Welt für sich. Es riecht nach Rennsprit und verbranntem Gummi. In sich verflüchtigender Schnelligkeit rasen die unter 150 Kilo leichten Maschinen mit der Kraft von über 200 Pferden an ihren Bewunderern vorbei und erzeugen einen nicht auszuhaltenden Lärm- Valentino Rossi, Nicky Hayden, Dani Pedrosa und wie sie alle heißen, die Ritter der Neuzeit.

12:00 Uhr, die letzten 30 Minuten waren die absolute Reizüberflutung.

Der erste Interviewpartner weiß das Gemüt seines Gegenübers wieder zu beruhigen. Mit einer sanften Stimme erzählt Dr. Lutz Oeser, seit 11 Jahren Veranstalter des Moto GP, dass er in den Beruf reingerutscht ist und seine Interessen jenseits des Motorsports lagen. Auf der Dachterrasse der Energy Station berichtet er gelassen über die Planung dieses Mega-Events, welche bereits beginnt, wenn das vorige nicht mal ganz beendet ist. Das permanent klingelnde Handy beachtet er nicht und genießt den Ausblick, das tobende Getöse der Maschinen und das Gefühl, dass die über 230.000 Besucher dieses Wochenendes zufrieden sein werden. „Viele sparen das ganze Jahr für die Karte, einige von ihnen haben keinen Job. Daher muss es mein Anspruch sein, dass Beste zu geben damit die Leute es genießen können.“

Es geht weiter zur Rennstrecke, vorbei an Türen mit Aufschriften wie „Eurosport“ und „BBC“ bis zu jener, wo „Sport1“ geschrieben steht. Zurückgelehnt in einen Drehstuhl, unterhalten sich Edgar Mielke und Alex Hofmann über die vorbeipreschenden Piloten und die Tücke von Kurve 11. Dann rufen sie zur Werbepause auf. Letzterer Moderator war selbst Pilot und auf den Strecken unterwegs, die die Welt bedeuten.

Auf die Frage, ob man jungen Nachwuchspiloten mehr Kindheit lassen sollte, erklärt er „Sie sollen so lange wie möglich den Spaß dabei behalten und für sich entscheiden, inwieweit sie bereit sind das Risiko einzugehen ihr Leben für den Traum aufs Spiel zu setzen. Doch die jungen Fahrer haben ein tolles Leben, sind immer mit Leuten unterwegs die genauso ticken und reisen im Wohnmobil von Rennstrecke zu Rennstrecke. Eine geile Jugend!“

So wie Alex Hofmann ist auch Jonas Folger schon mit 3 Jahren mit einem kleinen Motorrad durch den Vorgarten geheizt. Der frühe Beginn hat sich gelohnt, so war er bereits mit 13 Jahren jüngster Sieger bei der deutschen Meisterschaft, mit 15 galt er als jüngster deutscher Starter zur WM und im Juni diesen Jahres zelebrierte er seinen ersten Grand Prix Sieg in Groß Britannien. Da scheint ein immenser Verzicht hinter zu stecken, könnte man meinen. „Nein verzichten muss ich eigentlich nicht viel. Nur die Schule, die ich nach der neunten Klasse abbrach musste drunter leiden. Andere gehen arbeiten, ich trainiere und fahre auf Rennen. Man muss sich für einen Weg entscheiden“. Wenn man dem recht großen Bayer zuhört ist man sich sicher, dass er den richtigen gewählt hat.
„In dem Red Bull Team unter Aki Ajo bin ich bestens aufgehoben und sehr gern mit den Jungs zusammen“, fügt der 18jährige hinzu, der am folgenden Tag Platz 7 erreichen und somit der bestplatzierteste deutsche Pilot des Moto GP sein wird.

Während sich eine Flut tollwütiger Fans auf den Athleten stürzt, geht es zur Garage vom Red Bull Rookies Cup. Da sitzen sie, die jungen Nachwuchspiloten neben ihren 125ccm Maschinen. Es steht das erste der zwei Rennen des Red Bull Rookies Cup an und ohne das ein Laut erschien, setzen sie sich auf ihre Höllenmaschinen und verlassen einer nach dem anderen konzentriert die Garage. Hier geht es nicht nur um Ruhm, Ehre und Karriere. Die Worte von Alex Hofmann hallen nach und man möchte sich die Gefahr, der sich die heranwachsenden Piloten aussetzen, nicht vorstellen.

19:00 Uhr. Während sich die Sportler auf den anstehenden Entscheidungstag vorbereiten, werden die 60 ha Campingplatz zur Schaubühne ausgelassenen Treibens. Adrenalin Junkies vergnügen sich in der Bungee Kugel, andere tanzen ausgelassen und stellen Prognosen für den morgigen Tag auf. Die wenigsten scheinen noch Herr ihrer Sinne zu sein.

Der Tag auf dem Sachsenring befindet sich in seinen letzten Zügen und so fremd man sich unter den tausenden Menschen auch fühlt, man ist sich sicher eines mit ihnen gemeinsam zu haben: die Faszination der Geschwindigkeit auf zwei Rädern.

 
Die Fotogallery zur Reportage gibt es hier.
 


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