Der österreichische Meister-Macher Peter Pacult sitzt seit Sommer auf dem Trainersessel bei RB Leipzig. Vor dem Spitzenspiel am Sonntag spricht der gebürtige Wiener im Interview über die Bedeutung von Platz 1 in der Tabelle, seine Liebe zum Offensivfußball und einen überraschenden Spielereinkauf.
Rund ein Drittel der Meisterschaft ist absolviert. RB Leipzig steht auf Platz 2 – wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung der Mannschaft?
Wir haben im Sommer im Kader einige Veränderungen vorgenommen. Sowohl die Mannschaft als auch der Trainerstab müssen erst zueinander finden und die Veränderungen umsetzen die solche Neustarts mit sich bringen. Das dauert seine Zeit. Aber die Jungs sind willig und haben eine sehr gute Einstellung. Sie arbeiten jeden Tag gut beim Training. Wir sind auf einem guten Weg.
Was sind die größten Stärken des Teams, wo gibt es Verbesserungspotenzial?
Verbesserungspotenzial gibt es immer. Aber das bleibt intern. Die größte Stärke meiner Mannschaft ist, dass sie als Team sehr geschlossen auftritt und wie bereits erwähnt eine sehr professionelle Einstellung mitbringt.
Kommenden Sonntag geht es gegen Holstein Kiel um Platz 1. Die Erwartungshaltung bei RB Leipzig ist hoch. Wie wichtig ist Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt die Tabellenführung?
Auch wenn es abgedroschen klingt, aber es ist und bleibt nur eine Momentaufnahme. Es zählt einzig und allein, wer am letzten Spieltag ganz oben steht. Und bis dahin ist es noch ein langer Weg, den wir erfolgreich bestreiten wollen.
Klar, zum Schluss einer Saison will jeder Trainer mit seiner Mannschaft ganz oben stehen. Aber sind Sie während der laufenden Saison lieber der Jäger oder der Gejagte?
Als RB Leipzig sind wir für alle anderen in dieser Liga doch sowieso der Gejagte. Ganz egal auf welchem Tabellenplatz wir gerade stehen.
RB Leipzig hat in der laufenden Saison die zweitmeisten Tore geschossen und die zweitwenigsten kassiert. Welcher Wert ist Ihnen wichtiger?
Mir ist ein 4:3 immer lieber als ein 1:0. Aber ich bin kein großer Statistiker. Ich will mit meinen Jungs einen offensiven Fußball spielen und erfolgreich sein.
Wenn Geld keine Rolle spielt: Welchen Spieler würden Sie für RB Leipzig verpflichten?
Den jungen Peter Pacult (lacht!!!).
Was macht ein Wiener in seiner Freizeit in Leipzig?
Leipzig ist eine tolle Stadt, die mit ihren Seen direkt vor der Stadt und einer sehr schönen Innenstadt viele abwechslungsreiche Optionen bittet. Ich fühle mich hier wirklich sehr wohl.
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