Paul, in deinem Lebenslauf sucht man vergeblich nach einer Kunstuni oder Fotografenschule, was hast du studiert?
Nein, ich seh mich nicht als Künstler. Ich gehe nicht in Museen, ich kann aber über die letzte Werbekampagne von XY viel sagen. Mein Ziel ist es aber, dass es einmal so weit ist, dass Leute mit Aufträgen speziell zu mir kommen, weil sie einen echten Ripke wollen.
Die Zeit, in der ich wirklich eine Kamera in der Hand hab, liegt in Wirklichkeit nur bei 20-30%. Der Rest ist Organisieren, Koordinieren und alles rundherum. Ich hab aber auch ein Team aus Assistenten, Praktikanten und Post-Production.
Ja, ich mache sehr viel, weil ja auch viele Jobs dabei sind. Am meisten Spaß machen mir aber Landschaften, Sport und Hiphop.
© Red Bull Photofiles, Paul Ripke
Alles sehr zufällig, wie vieles: Ich wollte immer schon mal Freeskier shooten und schrieb einfach einen Haufen Rider direkt an. Jon hat sich dann gemeldet, weil ihm ein Fotograf ausgefallen war und er gerade 9 Tage an einem Kicker gebaut hat. Zufällig war ich in der Nähe auf Urlaub und wir sind dann hin. Alles lief super und er hat mich dann nach Neuseeland eingeladen.
Oder die letzten Tage zum Beispiel war ich mit Elias Ambühl geshootet. Er ist ein Super-Rider und hat gerade das Red Bull Playstreets gewonnen.
Wir kenne uns schon lange, sind seit 3 Jahren gute Freunde und fahren inzwischen schon zusammen auf Urlaub. Für ihn hab ich ja nicht nur das letzte Cover gemacht, sondern bei der letzten Tour auch ein Tour-Tagebuch.
Die Idee war, immer einen kleinen Film, der einen Bezug zur Stadt hat, zu machen und es durfte keine Sekunde langweilig sein.
Das ist eine Sache, die ich nur für mich gemacht hab. Anfangs war es reiner Spaß. Ich hab dabei alles selber gemacht, also auch den Schnitt usw., was mir irgendwann einfach zu viel war. Viele der Szenen waren schon geplant, ich hätte aber oft in meinem Leben eine Kamera dabei, die eine Situation einfach mitfilmt. Zum Beispiel als ich mir beim Skifahren den Arm gebrochen hab oder auch bei der Arbeit.
Das ist so ein echter Milliardär-Poser-Look (siehe Bild oben). Das Foto ist viel bearbeitet und hat etwas, auch wenn ich nicht wie P-Diddy auf Yachten lebe.
Ein sehr ausführliches Interview mit Paul Ripke gibt es auf www.beaty-fool.de zu sehen
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