Die deutschen Athleten beim Red Bull Crashed Ice Balazs Gardi for Global Newsroom

Willkommen bei der Red Bull Crashed Ice World Championship 2011! Bereits der Anblick der waffenscheinpflichtigen Downhill-Cracks, die sich in heiß umkämpften Vierer-Ice-Cross-Rennen ihren Weg entlang des Eiskanals kämpfen, versprüht Adrenalin pur. Red Bull Crashed Ice ist einzigartig. Das unverwechselbare Geräusch mehrerer Skater, wenn sie die Kufen ihrer Schlittschuhe ins Eis stemmen – furchtlose Männer mit Oberschenkeln wie Baumstämme – die in die Banden krachen und das Gewirr von Skates mit einem dumpfen Aufprall unterbrechen.

Die 353-Meter lange und furchteinflößende Strecke, mit einem maximalen Gefälle von 68 Prozent garantiert Aktion pur. Die längste Saison in der 10-jährigen Geschichte einer Sportart, die definitiv olympischem Charakter besitzt, wird auch die spektakulärste: Vier Rennen werden auf speziell dafür gebauten Eiskanälen in Europa und Nordamerika ausgetragen. Tausende Teilnehmer versuchten bereits ihr Glück bei den weltweit ausgetragenen National Shootouts. Für das erste Rennen in München konnten Athleten aus 21 Nationen qualifizieren, wobei das Feld in den beiden Tagen vor dem Finale am Samstag auf 64 verkleinert wurde.

Viele der Cracks haben speziell für diesen Sport trainiert und die weltweit erste permanente Trainingstrecke in Waidring zur Vorbereitung auf die Saison 2011 genutzt: Events in München (GER), Valkenburg (NED), Moskau (RUS) und Quebec (CAN) erwarten die Skater im Laufe der Saison.

„Das faszinierende bei diesem Sport ist, dass man zeigen kann was auf Skates alles möglich ist“, sagte Martin Niefnecker, der Weltmeister 2010 aus Deutschland. „Die Menge ist wirklich beeindruckend. Meiner Meinung nach wollen die Leute das sehen – viel Action und spektakuläre Stürze.“

Der Sport, der als Ice Cross Downhill bekannt ist, ist eine Mischung aus Eislaufen und Skiercross. In Eishockey-Montur fahren die Skater jeweils in Vierergruppen die Eiskanäle hinunter, die bis zu 500 Meter lang und 5 bis 8 Meter breit sind. Es ist vom Start bis ins Ziel ein Gedränge um den besten Platz, wobei Sprünge, Wellen, Hindernisse und scharfe Kurven überwunden werden müssen. Nur die schnellsten zwei Cracks steigen in die nächste Runde auf – und die Konkurrenz ist hart! Das Event findet im klassischen Knock-out System statt: Von den 64 Skatern die am Finaltag starten, bleiben nur vier übrig. Sie kämpfen im Finale um den Sieg.

„Wenn man Angst hat kommt man in diesem Sport nicht weit“, erklärte Niefnecker. „Man braucht das richtige Maß an Respekt vor der Strecke und den Konkurrenten. Ich hatte bei meinem ersten Rennen nicht die geringste Ahnung was auf mich zukommen würde. Aber ich hatte keine Angst und daher habe ich mich gleich von Beginn an sehr gut gefühlt.“

Auch andere Skater gaben zu, dass besonders die Strecke in Quebec beim ersten Mal sehr einschüchternd wirken kann. „Als ich die Strecke in Quebec zum ersten Mal sah dachte ich nur ‘Oh no, muss ich da wirklich runter?“, gab Arttu Pihlainen aus Finnland zu, ein Physiklehrer, der 2008 und 2009 die Rennen in Quebec gewann. „Aber sobald ich meine Skates anhatte, war es eigentlich ganz leicht.“

Die Rennstrecke selbst weckt allerorts großes Interesse. Eine wahre Meisterleistung – 80 Arbeiter haben 10 Tage an der Konstruktion der Strecke in München gearbeitet wobei 5.700 Kubikmeter Stahl und 380 Kubikmeter Eis verwendet wurden. Eine Eiskonstruktion garantiert, dass das Eis stets optimale Bedingungen aufweist. Der Veranstaltungsort wird mit 2.000 Spots beleuchtet, wobei 800 entlang der Strecke aufgebaut sind.


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