Julius Brink und Jonas Reckermann Ray Demski


Beach-Volleyballer Julius Brink im Interview über Taten statt Worte, die WM 2009 und tiefe Kniebeugen.

Wie würden dich deine Sportlerkollegen beschreiben?
Unberechenbar und ausgeflippt.
 
Und wie deine Freunde?
Loyal, zuverlässig und unpünktlich.

Welchen Berufswunsch hatten deine Eltern für dich?
Alles außer Beachvolleyball-Profi.
 
Und mit welchen Worten hast du sie überzeugt, dass du Profisportler werden musst?
Mit keinen Worten, sondern mit Taten.
 
Wenn du nicht Sportler geworden wärest, welchen Beruf hättest du dann gemacht?
Polizist.
 
Was machst du beim Wettkampf anders als deine Konkurrenz?
Ich versuche mit allen Mitteln zu gewinnen.
 
Was war der bewegendste Moment deiner Karriere, von dem du noch deinen Enkelkindern erzählen wirst?
Der Gewinn der Weltmeisterschaft 2009.
 
Sport ist harte Arbeit und Disziplin. Was ist die härteste Übung in deinem Trainingsplan?
Tiefe Kniebeugen und Laktat-Toleranz-Training: 100 Meter Sprint, 90 Sekunden Pause, dann wieder 100 Meter Sprint. Das Ganze so 6-9 Mal – so lange, bis man nicht mehr kann.
 
Was isst und trinkst du am Tag des Wettkampfs?
Viel Koffeinhaltiges. Viel Mineralstoffe. Sehr gerne gutes Fleisch und lecker Pasta.
 
Und was direkt danach?
Einen Regenerations-Shake und abends sehr gerne Italienisch.
 
Wenn du dein Ziel nicht erreicht hast, dann denkst du…
…an den Weg zum Ziel, denn der ist wichtiger, als das Ziel selbst. Im ersten Moment bin ich natürlich enttäuscht, aber auch wenn man ein Spiel nicht gewinnt, war ja nicht alles, was auf dem Weg bis dahin passiert ist, schlecht.
 
Wenn du dein Ziel erreicht hast, dann denkst du…
Ich bin glücklich, aber auch da überwiegt der Gedanke, wie ich zum Erfolg gekommen bin.
 
Was musstest du aufgeben, um deine Sportkarriere gehen zu können?
Sommerurlaube und einen geregelten Alltag.
 
Was machst du in den letzten 10 Sekunden, bevor du an den Start gehst?
Ich freue mich auf das Spiel J! Nach dem Shake-Hand mit dem Gegner klatsche ich mich mit Jonas ab und dann kann es losgehen.
 
Hast du einen Glücksbringer oder ein Ritual?
Ein Ritual: ich renne immer als Erster nach dem Shake-Hand zum Netz. Ich will das Netz immer als Erster berühren.
 
Wir packen eine Kiste für die Nachwelt. Welchen Gegenstand von dir packst du hinein?
Mein erstes Beachvolleyball-Trikot
 
Von welchem sportlichen Projekt hast du schon immer geträumt und würdest es gerne realisieren?
Mit all meinen Freunden ein Fußballspiel in einem offiziellen Fußballstadion machen und Bayer Leverkusen feuert uns von den Rängen an.
 
Welche drei Sportler sind für dich die wichtigsten Sportler auf der Welt?
1. Roger Federer 2. Dirk Nowitzki 3. Markus Dietmann - mein Trainer, der früher auch Beachvolleyballer war.
 
Welche Sportart würdest du niemals ausüben und warum?
Jede Art von Extremsport – da hab ich zu viel Schiss
 
Mit welchem Spruch hat dich dein Trainer mal so richtig frustriert?
„Du bist schlecht.“
 
Mit welchem motiviert?
Er motiviert mich, indem er immer mein Bestes aus mir herauskitzelt.
 
Mit welcher Headline würdest du dich gerne auf dem Titel der Bildzeitung sehen?
Das ist für mich kein erstrebenswertes Ziel.
 
Was wäre der Titel für einen Film über deine Sportlerkarriere?
„Mit viel Arbeit, Herzblut und Einstellung an die Spitze!“
 
Über dich?
„Und er ist doch ein Mensch…“
 
Wem würdest du zuerst danken, wenn man dir einen Oscar verleihen würde?
All meinen Trainern und Förderern.
 
Was ist Dein größter Spleen?
Einen sehr ausgeprägten Ordnungssinn und einen Hang zum Perfektionismus.
 
Welches Motto beschreibt dich am allerbesten?
Nie aufgeben!
 
3 Dinge, die man in seinem Leben gemacht haben sollte? Welche davon hast du schon gemacht?
1. Unter einem Wasserfall schwimmen – schon gemacht im letzten Urlaub 2. Eine Familie gründen – noch nicht gemacht 3. Mit guten Freunden an einem schönen Strand Beachvolleyball spielen – mache ich so oft es geht.
 
Welcher Streich hat dich in der Schule berühmt gemacht?
Ich bin eine Regenrinne aus dem 4. Stock runtergeklettert als Mutprobe in der Pause. Die Mutprobe habe ich bestanden, aber ich wurde erwischt und musste es meinen Eltern erklären.
 
Was sind deine 3 Top-Locations: Wo chillst du, wo isst du, wo feierst du am liebsten?
Feiern: am liebsten in Düsseldorf im Rudas Studio. Essen: am liebsten italienisch. Chillen: Im Manly Beach in Sydney.
 
Wann war dein letzter Lachflash und warum?
Jeden Morgen, wenn ich meine Freundin sehe, wenn sie aufsteht.
 
Das schlimmste Weihnachtsgeschenk, das du je erhalten hast?
Ich hab mich bisher über jedes Geschenk gefreut.
 
Welcher Comic-Held wärst du gerne? Und warum?
Einer von der Gummibärenbande, weil die Gummibärentrank trinken dürfen.
 
In welcher TV-Serie würdest du gerne mitspielen?
In der Champions League, mittwochs um 20:45 Uhr.
 
Wenn du 20 Jahre voraus schauen könntest: Was machst du da?
Was ich mir wünsche: Ich lebe mit meiner Freundin zusammen, meinen Eltern geht es gut, alle sind gesund und meine Kinder sagen von mir, dass ich ein liebevoller, guter Vater bin.
 
Und wo bist du?
Ich glaube, nach wie vor in Deutschland. Welche Stadt, weiß ich noch nicht.
 
Dein Lieblings-Song beim Training?

 
Was ist dein No. 1-Video auf YouTube?
 


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