Noch nie mussten Pop-Fans so lange auf ein Album warten: nach 45 Jahren erscheint mit „Smile“ jetzt endlich das Meisterwerk der Beach Boys.
So ganz genau werden wir es wohl nie wissen, aber viel näher an der Wahrheit werden wir auch nie sein: Warum brauchten die Beach Boys über vier Jahrzehnte, um das Album "Smile" zu veröffentlichen und wie sollte es wirklich klingen?
Es war 1966, kurz nachdem die Beach Boys mit „Pet Sound“ an ihrem kreativen Höhepunkt angekommen waren. Mastermind Brian Wilson begann die Aufnahmen zum neuen Meisterwerk: ein Konzeptalbum zur amerikanischen Musik sollte es werden. Schon zwei Jahre später mussten die Aufnahmen eingestellt werden. Wilson war hauptsächlich auf Grund seines steigenden Drogenkonsums in paranoide Zustände abgedriftet. Angeblich fühlte er sich den Beatles und ihrem „Sgt Peppers Lonely Hearts Club Band“-Album dermaßen unterlegen, dass er nahe daran war, alle Aufnahmen zu verbrennen.
In den folgenden Jahrzehnten, nachdem er sich mit dem Songwriter Van Dyke Parks zerstritten hatte, fanden einige der Songs in abgeänderten Versionen den Weg auf andere Beach Boys Alben, allen voran „Surf's Up“. Der Rest kam entweder nie oder über Bootlegs zu den Fans, bis sich Brian Wilson vor einigen Jahren hinreißen ließ und begann, das alte Material wieder zu bearbeiten.
Jetzt ist „Smile“ endlich erschienen, natürlich nicht nur in einer Version: in der 5CD Box findet sich ein Mono-Mix, wie er damals veröffentlicht worden wäre und dutzende Versionen anderer Songs und das Album selbst. Für weniger hart-gesottene Fans sollte aber die 2CD-Box auch reichen, eines der Meilensteine der Pop-Musik endlich zu erleben!
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