Der österreichische Snowboard-Freestyler Marc Swoboda ist gerade aus Neuseeland vom Red Bull Performance Camp heim gekehrt. Im Interview spricht er über seine Liebe zum Blues, den Kabarettisten Josef Hader und neue Tricks am Bag Jump.
Wie war das Red Bull Performance Camp in Neuseeland?
Großartig! Ich habe extrem viel gelernt und die Zeit genossen. Aber ich muss auch sagen, dass ich anfangs skeptisch war. Ich hatte eine lange Saison am Snowboard, deshalb war ich nicht voll davon überzeugt im europäischen Sommer noch immer am Brett zu stehen. Auch das Coaching erschien mir zunächst seltsam. Wir Snowboarder sind ja alle Freigeister und lassen uns ja an sich nichts sagen ;-)
Wie lief das Coaching ab?
Wir hatten Aerial- und Fitnesstrainer. Der Aerial-Trainer analysierte mit dir dein Verhalten in der Luft direkt am Berg und abends per Videoanalyse. Neue Tricks konnten wir am Bag Jump üben, einem überdimensionalen Airbag, in dem du landest. Die Coaches waren toll, ihre Tipps absolut hilfreich. Jeder der Teilnehmer, insbesondere die Kids wie Sebastien Toutant, machten dadurch unglaubliche Fortschritte. Ich bin nach dem Camp wirklich davon überzeugt, dass es etwas bringt. Zwei- dreimal im Jahr wäre so ein Coaching ideal.
Wer aller war beim Camp?
Fast alle Red Bull Snowboarder. Pat Moore, Iouri Podlatchikov, Seppe Smits, Marco Grilc, Greg Bretz, usw. Das war das erste mal, dass Red Bull soviel von ihren Snowboardern auf einen Haufen hatte.
Außer dem Training am Bag Jump – was konntest du vom Red Bull Performance Training noch mitnehmen?
Ich war mit meinem Red Bull Kollegen Wojtek Pawlusiak viel Railfahren und auch filmen. Das hat viel gebracht. Wir hatten genug Zeit neben dem Training für „Freifahren“, was ich für sehr wichtig halte.
Du bist ja Bluesgitarrist – hast du für die Crew gespielt?
Ja, klar! Mein Onkel, der mich übrigens zum Blues und zur Gitarre gebracht hat, hat mir vor einem Jahr eine Baby Taylor geschenkt. Das ist meine Reisegitarre, und die habe ich immer mit. Nach dem Training habe ich also meine Blues-Rhythmen zum Besten gegeben. Die Kids in unserem Team haben dazu gesungen, das war wirklich spaßig.
Haben Snowboarder den Blues?
Wohl nur ich. Ich höre seit rund fünf Jahren Blues und bin wirklich darauf reingekippt. Selber spiele ich ja erst seit rund 1 ½ Jahren. Außer den Rhythmusübungen habe ich auch schon den einen oder anderen Dylan-Song drauf. So gut wie mein Onkel bin ich aber noch lange nicht!
Marc, du bist ja eigentlich auch Schauspieler und Sänger – wie du im Film „Loveolution“ (siehe Intro des Films, sowie im speziellen den Gesangspart ab Minute 30) von und mit Seppi Scholler bewiesen hast – woher kommt dein komödiantisches Talent?
Hab ich tatsächlich Talent? Wenn, dann rührt das von meiner Begeisterung für das österreichische Kabarett und seinem intensiven Studium – denn in der Familie gibt es keine Schauspieler. Mein absoluter Liebling ist Josef Hader. Filme wie Muttertag sind tatsächlich eine Art Schauspieltraining für mich gewesen, wenn man das so sagen darf.
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