janko_rutger_pauw Rutger Pauw/Red Bull Photofiles.

Erfolgreiche Champions-League-Premiere für Marc Janko und Twente Enschede. Hier schreibt er über glückliche Fans und ein Inter-Leiberl für gemütliche Couch-Stunden.

Ich habe den Tag nach unserer Champions-League-Premiere gegen Inter Mailand genutzt, um ein bisschen durch Enschede zu spazieren. Und es war unglaublich, wie freundlich die Menschen auf mich zugekommen sind und mir zu unserer Leistung gratuliert haben.

Die Leute hier sind stolz auf uns und wissen den Punkt, den wir gegen den amtierenden Champions-League-Sieger geholt haben, zu schätzen. Immerhin war es unser erster Auftritt in der Millionen-Liga und wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wenn wir ein wenig abgebrühter gewesen wären, hätten wir sogar die totale Überraschung liefern können. Ich ärgere mich auch über meine große Kopfball-Chance: Normalerweise mach ich den auch rein, aber scheinbar war doch etwas Nervosität dabei und so ging der Ball knapp über die Latte.
Ich war vor dem Spiel schon etwas angespannt, weil es auch mein erstes Champions League-Spiel war und ich die Chance hatte, mich erstmals mit Top-Spielern wie Lucio oder Samuel messen durfte. Diesen Jungs eilt ein sehr großer Ruf voraus und ich war einfach gespannt, wo ich im Vergleich zu diesen Top-Kickern stehe. Ich war dann doch sehr überrascht, weil sich schnell herausstellte, dass die Jungs auch nur mit Wasser kochen und ich schnell zu meinen ersten Chancen kam.

Mit dem 2:2 können wir wie gesagt sehr gut leben. Vor allem, weil auch Inter an diesem Tag sehr gut gespielt hat. Sie sind nicht wie erwartet sehr tief gestanden, sondern haben versucht, uns ihr Spiel aufzuzwingen. Aber mit unseren großartigen Fans im Rücken konnten wir 90 Minuten Paroli bieten.

Walter Samuel ist nach dem Spiel auch zu mir gekommen, hat mir gratuliert und wollte das Trikot tauschen. Das habe ich natürlich gerne angenommen, obwohl ich sonst nicht der Typ bin, der anderen Spielern für einen Leiberl-Tausch nachrennt. Das Trikot kommt zu den anderen in den Kasten. Ab und zu, meist an gemütlichen Sonntagen, hole ich dann eines raus und trage es zum Herumhängen auf der Couch.
 


Kommentare

    Einen Kommentar hinzufügen

    * Alle Felder müssen ausgefüllt werden
    Es sind nur 2000 Zeichen erlaubt :
    Gib das Word auf der linken Seite ein und klicke auf "Kommentar abschicken".

    Artikel Details