Vom 8. Oktober an läuft in Berlin das Projekt „Creativ Match Kreuzberg“. Kreative, Künstler, Galerien und engagierten Gastronomen präsentieren dabei ihr Viertel. Initiator Atilano im Interview.
Allzu oft überwiegt in den Medien das Ghetto-Image Kreuzbergs. Man vergisst dabei, dass der Bezirk auch eine enorme kreative Vielfalt zu bieten hat. Diese aus den Ateliers in den Alltag zu holen, sie mit ungewöhnlichen Partnern zu matchen und kommunikativ zu unterstützen: Das ist in den nächsten zwei Jahren das Ziel von CMK. So gibt CMK den Impuls dafür, dass Neues entsteht, dass die unterschiedlichsten kreativen Köpfe zueinander finden und Kreuzberg mit gestalten. Neben dem jährlich stattfindenden Festival sind über das Jahr verteilt weitere Veranstaltungen geplant.
Warum hast du dir Kreuzberg als Ort des Projekts ausgesucht?
Kreuzberg war vor der Wende ein Randbezirk an der Mauer, jetzt liegt es im Zentrum. Leider ist das Viertel aber in vielen Sozialstatistiken am unteren Rand angesiedelt. Dabei leben sehr viele Kreative und Künstler hier. Es gibt unzählige Kulturen und Sprachen – nicht nur die türkische. Die Öffentlichkeit nimmt das nicht ganz wahr, das wollen wir ändern.
Was macht Kreuzberg so speziell?
Geschichtlich ist es sehr interessant. In den 80er Jahren gab es hier eine starke NDW- und Punk-Bewegung. Nach dem Mauerfall rückte der Bezirk ins Zentrum der Stadt. Man dachte, Kreuzberg wird schnell zum In-Viertel. Es hat sich auch viel zum Positiven verändert und noch immer ist hier alles in Bewegung. Trotzdem steht Kreuzberg noch immer für viele Probleme in Berlin.
Hast du einen persönlichen Bezug zu Kreuzberg?
Ja, ich habe Mitte der 90er Jahre selbst hier gelebt und kenne das Viertel sehr gut.
Die neuesten Infos erhält man unter www.creativematchkreuzberg.de.
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