Karl Wendlinger bloggt nach dem Rennen in Spa: über Hamiltons Sieg, Webbers wichtige Punkte und Vettels Höhen und Tiefen.
Lewis Hamiltons Schlüssel zum Sieg in Spa war seine Beharrlichkeit und sein Durchsetzungsvermögen. Er ist gleich zu Beginn in Führung gegangen, nachdem Webber ja leider nicht so gut weggekommen ist. Er hat einfach bewiesen, dass er mit schwierigen Situationen und Wetterbedingungen gut umgehen kann und hat sich auch von seinem kleinen Ausflug ins Kiesbett nicht beirren lassen. Diese Leistung macht ihn definitiv zu meinem Man of the Race.
Zu Mark muss man sagen, dass er das ganze Wochenende wirklich ausgezeichnet gefahren ist. Eine Pole Position zu holen ist immer eine großartige Leistung, aber gerade in Spa bedeutet eine Pole noch etwas mehr für den Fahrer. Auch wenn er den Start verhaut hat, hat er trotzdem viele wichtige Punkte einfahren können und daher denke ich, dass sein Fehler am Beginn sicher verzeihbar ist.
Sebastian hingegen hat schon im Qualifying einige Fehler gemacht und ist deswegen nur auf dem vierten Platz gefahren. Sein Rennen war einfach durch Höhen und Torfen geprägt: Zuerst die Kollision mit Button und dann auch noch die Berührung mit Liuzzi. Leider war seine Leistung am Wochenende nicht wirklich weltmeisterlich.
Toro Rosso ist ja meist das Team, das an den Punkterängen kratzt. Dass es Jaime Alguersuari (Platz 10, 1 Punkt) an diesem Wochenende und vor allem unter diesen schwierigen Bedingungen geschafft hat, ist wirklich toll. Wie schon gesagt, ihr STR5 hat großes Potenzial und kann viel erreichen, wenn die Fahrer aus sich herausgehen.
Im Bezug auf die Weltmeisterschaft ist aber noch alles offen und schon gar nichts verloren. Wenn man bedenkt, dass Sebastian gerade 31 Punkte Rückstand auf Hamilton hat und der Sieger eines Grand Pries aber 25 Punkte bekommt, sieht man deutlich, dass noch alles drinnen ist.
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