Nach nur 43 Starts hat Jonas Folger seinen ersten Sieg in der 125ccm-Klasse gefeiert. Der deutsche Ausnahmefahrer vom Team Red Bull Ajo MotorSport triumphierte beim legendären Grand Prix in Silverstone. Nach 17 extrem schwierigen Runden bloggt er über Siegergefühle und die kommenden Tage in Finnland
Hallo,
ich kann es noch gar nicht fassen, was da heute passiert ist. Wir haben gewusst, dass wir im Regen schnell sind. Aber dass ich mit Johann mithalten kann und dann ihm auch davon fahren kann, das überrascht mich selbst. Hier, und ausgerechnet nach diesem Wochenende zu gewinnen ist einfach unglaublich. Es wird noch eine Zeit lang dauern, bis ich das Gefühl erst richtig realisiert habe.
Das Rennen war wegen der extremen Bedingungen ganz schwierig. Ich muss aber auch dazu sagen, dass mir die kühleren Bedingungen entgegen gekommen sind. Ich fühle mich zwar seit der letzten Nacht besser, aber vollkommen gesund bin ich immer noch nicht. Die Medikamente aus der Clinica Mobile haben mir jedenfalls dabei sehr geholfen.
Wir, Johann und ich, konnten uns gleich absetzen. Es war ein interessanter Fight zwischen uns. Zur Halbzeit des Rennens konnte er schneller fahren. Ich habe aber alles gegeben, um an ihm dranzubleiben. Das ist mir auch gelungen. Gegen Rennende hatte ich dann wieder ein paar Vorteile. Das Motorrad war perfekt abgestimmt. Vielen Dank dafür an meine Crew. Wir sind für das Rennen eine Stufe härter gegangen, nachdem ich wegen einer zu weicher Dämpfung vorne am Vormittag gestürzt bin. Das war aber ein harmloser Ausrutscher. Im Rennen selbst hatte ich bis auf einige Rutscher eigentlich keine Probleme.
An dieser Stelle möchte ich meinen Eltern, dem Team und den Sponsoren ganz herzlich für ihre Unterstützung danken. Ohne sie wäre ich nie so weit gekommen. Ich freue mich riesig über meinen ersten Sieg, und ich freue mich auch auf die kurze Pause bis Assen, wo ich mich hoffentlich gut erholen kann und auch wieder vollkommen gesund werde.
Die Zeit bis zum nächsten Rennen werde ich beim meinem Teamchef Aki Ajo in Finnland verbringen. Das Klima dort sollte mir gut tun und das Ziel des Aufenthalts ist Teambildung. Darauf freue ich mich auch schon.
Greetings
Jonas
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