Platz 2 in der Fahrer-WM, Platz 2 beim letzten Grand Prix in Spanien – Jonas Folger fährt mit viel Selbstvertrauen zum nächsten 125ccm-Rennen nach Estoril (Portugal). Zuvor bloggt er über vier rennfreie Wochen, das Training mit Marcel Schrötter und seine Leidenschaft für anspruchsvolle Strecken.
Hallo,
Die Pause war wegen der Terminverschiebung des Japan-Grand-Prix sehr lange. Trotzdem ist die Zeit aber schnell vergangen, weil ich sehr viel und intensiv trainiert habe. Für einige Tage ist auch Yuri Melani eigens dafür aus Italien angereist. Ich trainiere jetzt auch nicht mehr alleine, sondern mit zusammen mit Marcel Schrötter. Obwohl wir ein wirklich breitgefächertes Programm mit Laufen, Radfahren und sehr viel Kraftübungen abgespult haben, hat es auch viel Spaß gemacht. Marcel und ich spornen uns gegenseitig sehr an.
Natürlich ist auch das Training mit einem Motorrad nicht zu kurz gekommen. Am Osterwochenende sind wir für vier Tage in Ungarn gewesen. Dort haben wir die Gegend um den Pannoniaring unsicher gemacht. Nein, nicht wirklich, denn dort gibt es gleich mehrere gute und technisch sehr anspruchsvolle Offroad-Kurse. Der Trainingsausflug nach Ungarn war jedenfalls ein cooler Abschluss dieser langen Pause. Jetzt freue ich mich aber umso mehr auf Estoril und das die WM mit dem zweiwöchigen Rhythmus endlich richtig losgeht.
Aus meiner Sicht bin ich top vorbereitet für Estoril und die weiteren Grand Prix. Und der zweite Platz von Jerez gibt mir natürlich Auftrieb. In erster Linie will ich aber zunächst an diesem Wochenende in Estoril so starke Leistungen bringen, wie auch schon in den ersten zwei Rennen in diesem Jahr. Die Rennstrecke in Estoril gefällt mir gut. Technisch sehr anspruchsvoll, mit vielen unterschiedlichen Kurveneigenschaften. Die Wettervorhersagen schauen nicht so gut. Hoffentlich haben wir bei schlechten Wetter wenigstens durchgehend einheitliche Verhältnisse.
Bis bald,
Jonas
Der 4.182 Meter lange Circuito do Estoril ca. 30 Kilometer außerhalb Portugals Hauptstadt Lissabon ist eine technisch sehr anspruchsvolle Rennstrecke mit einer langen Geraden und vielen engen Kurvenpassagen. Zu diesen gehört auch die Schikane im hinteren Streckenabschnitt, die allgemein als das langsamste Eck im WM-Kalender gilt. Der dritte Grand Prix in diesem Jahr beginnt am Freitag, 29. April mit den freien Trainings, gefolgt mit dem Qualifikationstraining am Samstagnachmittag, 30. April. Das 125ccm Rennen über 23 Runden wird am Sonntag, 1. Mai um 15:30 MESZ gestartet.
www.jonasfolger.com
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