Beim 14. WM-Lauf des Jahres verpasste der RB6 erst zum zweiten Mal die Pole-Position. Dem Team war allerdings von Beginn an klar, dass Monza nicht die Rennstrecke ist, auf der unser Auto glänzen kann.
Wie sagte doch Seb bereits vor der Abreise nach Italien: „Das wird meiner Meinung nach wegen der langen Geraden nicht einfach für uns. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir unser Bestes geben und bis ins Ziel fighten werden.“
Und so kam es. Morgen werden wir beim Start in den Reihen zwei und drei stehen. Erwartungsgemäß sind wir von einem Netz umgeben, dass aus Ferrari und McLaren besteht. Es wird interessant werden zu beobachten, wie die Jungs aus Woking ihr Rennen angehen werden. Button sagte, er werde mit der F1 abschließen falls eine Stallregie ausgesprochen wird. Delikat: Er startet zwei Plätze vor seinem Teamkollegen, der im WM-Zwischenklassement vor ihm liegt. Wir weisen für den Fall darauf hin, dass Sie das vergessen haben sollten...
Einen Fall von echtem Teamwork gab es in unseren Boxen, als man sich bemühte, den Boden gutzumachen, den Mark im dritten freien Training verloren hatte. Webber sagte: „Ich war mit den weichen Reifen nicht viele Runden gefahren, doch die Ingenieure informierten sich über das, was Sebastian herausgefunden hatte. Das Team arbeitete eng zusammen, um mich mit Informationen zu versorgen. Das half mir.“
Seb war bezüglich seines Nachmittags enttäuscht. Jetzt ruhen seine Hoffnungen auf dem morgigen Rennen: „Wir haben einen guten Rennwagen. Mal sehen, was der morgige Tag bringt. Mit vollem Tank wird es hier anders aussehen. Zu Beginn des Rennens wird es recht rutschig sein. Uns ist klar, dass wir hier nicht die Schnellsten sind – mal sehen, was sich machen lässt.“
Derweil ging für Ferrari am Samstag des Italien GP ein Traum in Erfüllung. Nachmittags sicherte sich die Scuderia erstmals seit dem GP von Brasilien 2008 den besten Startplatz. An jenes Rennen wird sich Felipe noch gut erinnern können...
Was uns betrifft, so nahm erstmals seit dem Italien Grand Prix des Vorjahres kein Fahrer von Red Bull Racing an der Qualifying-Pressekonferenz teil. Wir hatten allerdings auch nicht damit gerechnet, auf dieser Piste den Ton angeben zu können. Christian Horner wies jedoch darauf hin, dass im Autodromo Nazionale di Monza alles möglich ist: „Auf dieser Rennstrecke – von der wir schon bei der Anreise wussten, dass sie für uns auf dem Papier die übelste des Jahres ist – vor dem Spitzenreiter der Punktetabelle zu stehen, ist eine solide Leistung des Teams. Wir alle wissen, dass Monza grundsätzlich für spannende Rennen gut ist. Wir sind bereit für ein faszinierendes Rennen am Sonntag.“
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