Garnier12 (c) Red Bull Photofiles

Er ist der regierende Weltmeister im Red Bull Street Style. Trickser-König Séan Garnier über Südafrika 2010 – und wie die Krone im Freestyle-Fußball das Leben des Franzosen veränderte.

Séan, vor eineinhalb Jahren warst Du ein begeisterter Freestyle-Fußballer mit dem Traum, der Beste der Welt zu werden. Wie hat sich Dein Leben seit dem Sieg beim Weltfinale von Red Bull Street Style 2008 in São Paulo verändert?
Ich bin jetzt der Champion und mein Leben hat sich völlig verändert. Jetzt erkennen mich die Leute auf der Straße in Frankreich und auf der ganzen Welt – der Sieg hat sich auf mich und mein Leben total positiv ausgewirkt.
 
Rund um den Globus sind die nationalen Qualifikationsturniere für den großen Showdown am 15. und 16. April 2010 in Kapstadt voll im Gang. Was erwartest Du Dir vom Weltfinale für Red Bull Street Style 2010?
Ich glaube, das Niveau in Südafrika wird noch viel höher und die Konkurrenz viel härter sein, weil die Leute auf redbullstreetstyle.com die Videos gesehen und neue Tricks gelernt haben. Ich werde wirklich hart arbeiten müssen, wenn ich den Titel ein zweites Mal gewinnen will.
 
Seit Deinem Weltmeistertitel bist Du in vielen Ländern aufgetreten. In welchem Land ist das Freestyle-Niveau am höchsten?
Persönlich finde ich den Freestyle in Frankreich am besten, weil alle Ballers einen guten Stil haben. Aber auch die Jungs in Polen, in den Niederlanden und in Japan sind sehr stark.
 
Du hast damals 2008 den Pokal von Edgar Davids überreicht bekommen. Welche Rolle hat sein Engagement bei Red Bull Street Style in der Freestyle-Community gespielt?
Edgar Davids ist für mich der beste Vertreter für Red Bull Street Style, weil viele Menschen durch seine Arbeit auf Freestyle-Fußball aufmerksam geworden sind. Er hat sich wirklich bemüht, die Freestyle-Szene zu pushen.  Und das ist meiner Meinung nach für die Jugend sehr positiv.
 
Gibt es einen gewissen Kameradschaftsgeist zwischen den Ballers - oder ist die Rivalität so groß wie bei anderen Sportarten?
Beim Freestyle sind wir glaube ich mittlerweile schon eine große Familie, weil wir uns alle kennen. Was aber die Rivalität betrifft, wird sich der Sport vermutlich in Zukunft eher wie Fußball oder Basketball entwickeln.
 
Zwei Jahre sind eine lange Zeit in der Sportwelt. Was wird beim Weltfinale in Kapstadt anders sein als 2008 in Brasilien?
Es gibt das Internet mit vielen Videos – wir können wirklich jeden Tag neue Videos anschauen und neue Tricks lernen. Das heißt natürlich auch, dass wir Tricks von anderen Freestylern nachmachen können. Ich bin davon überzeugt, dass ein Baller mit einem ganz neuen Style 2010 siegen wird.
 
Gibt es für Dich so etwas wie eine bestimmte Routine, um Dich auf einen Battle vorzubereiten?
Am Anfang ist es am wichtigsten, dass ich eine Beziehung zwischen dem Publikum und mir schaffe; mir ist es ganz wichtig, dass ich die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf mich lenke, damit ich feststellen kann, ob ihnen meine Show, die Musik usw. gefällt – da ist es essenziell, dass man im Takt bleibt. Das sind die kleinen Sachen, die bei einem Auftritt wichtig sind.
 
Wie hast Du Dich bis jetzt auf Deine Titelverteidigung vorbereitet?
Letztes Jahr habe ich an vielen Shows teilgenommen – da war wirklich wenig Zeit, um mich hundertprozentig auf mein Trainingsprogramm zu konzentrieren. Jetzt habe ich mehr Zeit für mein Training. Ich werde auch Fitness-Studio gehen. Vor allem möchte ich mich für neue Tricks inspirieren lassen und einen neuen Style für Südafrika entwickeln, damit ich wirklich zeigen kann, was ich drauf habe.
 
Wer gewinnt also Red Bull Street Style 2010?
Ich denke, ich werde gewinnen.

www.redbullstreetstyle.com
 

 


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