44 begeisterte Mountainbiker zwischen 12 und 17 Jahren lernten vergangene Woche im bayrischen Amerang unter Anleitung von Mountainbike 4-Cross-Fahrer Guido Tschugg das Shapen. Mit den Profis Benny Korthaus, Andi Wittmann und Rob J verbesserten sie ihren Fahrstil. Guido hatte vom 11.-13. August zu sich nach Hause eingeladen und erwies sich nicht nur als hervorragender Gruppenleiter, sondern auch als exzellenter Baggerfahrer. Der Hinterhof des Weltcup Zweiten von 2008 wurde dabei zum besonderen Bike-Park.
Bei Guido’s Shape Camp stand nicht nur das Biken im Mittelpunkt. Die Mountainbike-Youngsters sollten auch lernen, wie man eine Strecke shaped. Hierfür lud Ghost Factory Team Rider Guido Tschugg in seinen Backyard nach Amerang ein, wo sich die Nachwuchs-Fahrer unter der Anleitung des Mountainbike-Profis ihre eigene Strecke bauen konnten. „Trails zu shapen und sie danach direkt fahren zu können, also zu sehen, dass sie funktionieren und sich die Arbeit gelohnt hat, das wollte ich den Kids bei dem Camp vermitteln“, erklärt Guido den Hintergrund für das außergewöhnliche Camp.
Den Kids wurde während der drei Tage eine besondere Ehre zuteil: Sie waren direkt in Guidos Garten in Zelten untergebracht und durften auf dessen Home-Trails und dem selbst gebauten Pumptrack kräftig Gas geben. Um die Kinder perfekt betreuen zu können, hatte sich der 4-Cross-Fahrer mit den Profis Benny Korthaus, Andi Wittmann, Rob J und Bruder Arne prominente Unterstützung geholt.
Benny Korthaus: „Wir haben die Teilnehmer nach Können in vier Gruppen unterteilt. Das war wichtig, damit sich niemand unter- beziehungsweise überfordert fühlt.“ Diese Gruppen waren dann abwechselnd auf Guidos privaten Trails unweit seines Bauernhofes oder auf dem Pumptrack direkt in Guidos Backyard unterwegs. Immer mit dabei: die „Tschugg-Shaper“ - Schaufeln, mit denen intensiv an neuen Streckenteilen gearbeitet wurde. Guido, der aufgrund einer Verletzung nicht selber auf dem Bike sitzen konnte, bediente währenddessen den Bagger.
Auch das Rahmenprogramm hatte es in den drei Tagen in sich. So wurde auf Guidos berühmter Baggerschaufel gegrillt, im eigens eingerichteten Freiluft-Kino Mountainbike-Filme geschaut und im Rahmen einer Lake Jump Session Tricks ohne Verletzungsrisiko ausprobiert. „Ein besseres Camp kann man sich kaum vorstellen“, so Michael Türk, einer der jüngsten Teilnehmer, begeistert. „Ich hab tolle Tricks gelernt und bin das erste Mal auf einem Track gefahren, den ich selbst gebaut habe.“
Eine ganz besondere Überraschung erwartete die Kids am letzten Tag: Guido selbst hatte heimlich alle Bikes mit einem Dampfstrahler blitzblank geputzt. Da strahlten nicht nur die Fahrräder, sondern auch 88 begeisterte Kinderaugen. „Ich bin wirklich stolz, dass die Kids so toll selbst angepackt haben und dabei noch eine Gaudi hatten“, meinte Guido am Ende des Camps. „Das war der Grund, warum ich ein Event wie dieses auf die Beine gestellt habe.“
Mehr über Tschugg gibt es in einem Interview zu lesen.
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