rumblejungle © Ray Demski / Red Bull Photofiles

Zweiter Sieg für den Engländer in der Red Bull Cliff Diving World Series 2010 in Yucatán. Schauplatz war eine grüne Grotte, die in der Maya-Zeit als Opferstätte verwendet wurde.

In seiner ganz persönlichen Auffassung ist Cliff Diving schlicht “nicht von dieser Welt”, so wie auch Gary Hunts derzeitige Performance nicht von dieser Welt zu sein scheint.

Mit seinem innovativen Style und viel Kreativität holte sich der 25-Jährige am Samstag den zweiten Sieg in Folge in der Red Bull Cliff Diving World Series 2010 in Yucatán, Mexiko. Die exotische Umgebung von Cenote Ik Kil bot die perfekte Kultstätte für erstklassiges Klippenspringen von 27.25m in heiliges Süßwasser.

Der Triple Quad – der schwierigste, der erste ausschließlich fürs High Diving kreierte Sprung und vom Springer aus Southampton entwickelt – sicherte Gary Hunt den obersten Podestplatz. Mit der Tageshöchstnote von 160.00 Punkten holte er sich bereits in Runde zwei einen Vorsprung von 27.25 Punkten auf seinen nächsten Verfolger.


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Für den Sieg genügte ein solider dritter Sprung und seine Originalität wurde neuerlich belohnt: „Es ist harte Arbeit und jede Menge Training. Es hat sich ausgezahlt, im Vorjahr die schwierigen Sprünge zu lernen. Ich weiß nicht, warum die anderen Springer nicht denselben Schwierigkeitsgrad zeigen; aber ich denke, es ist einfach ein heftiger Sprung, den man eben nicht im Pool trainieren kann. Du musst dir selbst vertrauen und es einfach tun. Wenn vor dir jemand wie Artem eine tolle Wertung bekommt, dann willst du das auch und möchtest Höchstnoten kassieren.“

Nach einem zweiten Platz beim Auftaktbewerb in La Rochelle, Frankreich, vor drei Wochen, springt der neunfache Weltmeister Orlando Duque aus Kolumbien auf den dritten Rang (348.40 Punkte).

Mit einem einzigartigen neuen Sprung samt „blind entry“ – ein seltenes Eintauchmanöver bei dem der Springer das Wasser zum letzten Mal zumindest einen halben Salto vor dem Eintauchen sieht und „blind“ landet – holte sich Artem Silchenko (RUS) den zweiten Platz (363.05 Punkte). Im Gesamtklassement führt nach zwei von sechs Stopps der Engländer Gary Hunt mit 40 Punkten vor Orlando Duque (29 Punkte) und Artem Silchenko (27 Punkte).

Mit Blick auf das prickelnde Nass, gefüllt mit Schwärmen von kleinen Katzenfischen thronte die Plattform 27.25m über der Sacred Blue Cenote, die wahrscheinlich beeindruckendste von vermutlich 3.000 dieser mystischen Brunnen auf der Halbinsel Yucatán. In der Pre-kolumbischen Zeit wurde dieser Ort – 60m im Durchmesser und 39m tiefes Wasser – als Opferstätte benutzt.
Auf der Suche nach einem entspannenden Bad im kristallklaren Wasser dieses abgelegenen Ortes haben nur wenige Zuschauer die akrobatischen Freiflüge am 6. Juni mitverfolgt.

Für den dritten Bewerb kommt die World Series zurück nach Europa, genauer gesagt am 24. Juli 2010 nach Kragerø – Norwegens Sommer Hotspot.


Cliff Diving World Series / Yucatàn, Mexiko:

1 Gary Hunt, GBR
373.85 pts

2 Artem Silchenko, RUS
363.05 pts

3 Orlando Duque, COL
348.40 pts

4 Eber Pava, COL
317.90 pts

5 Kent de Mond, USA
311.20 pts


Red Bull Cliff Diving World Series 2010. Die weltbesten Springer, sechs alles fordernde Wettkämpfe und 26 Meter zwischen Absprung, Körperbeherrschung und Landung. Berühmte, aber auch bislang unentdeckte natürliche und urbane Stätten wurden ausgewählt. Im zweiten Jahr wird an drei bekannten und drei neuen Locations gesprungen: Ausgehend von La Rochelle (FRA) am 15. Mai machte die Series einen Sprung über den Atlantik nach Mexiko (Yucatán) und kommt für Wettbewerbe in Norwegen (Kragerø), Italien (Polignano a Mare) und der Schweiz (Sisikon) nach Europa zurück. Für das große Finale am 12. September kehrt die Series ins Ursprungsland des Sports, nach Hawaii (Hilo), zurück.


www.redbullcliffdiving.com

 


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