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Für die Verwirklichung seiner Projekte wird er zum Outlaw. Seine Passion ist das Unmögliche. Sein Traum: ein Stück Unsterblichkeit. Hier ein Arbeitsnachweis des besten B.A.S.E-Jumpers der Welt, Felix Baumgartner.

Jesus ins Gesicht geschaut
Baumgartners Absprung vom Wahrzeichen Rio de Janeiros (Brasilien), der Christo Statue am 7. Dezember 1999, war einer der riskantesten: Für die 29 Meter hatte er genau 1,5 Sekunden Zeit, den Schirm zu öffnen. Die Bilder gingen um die Welt und für Baumgartner war klar: „Ich meine, es lohnt sich nie, bei einem Sprung zu sterben. Aber wenn du beim Sprung von der Jesusstatue in Rio abfuckst, hat das wenigstens eine gewisse Glorie.“
 
   

Agent B.A.S.E
Als Taipeh 101 (Taiwan) als höchster Wolkenkratzer 2007 eröffnet wurde, war er vor Baumgartner nicht sicher: In einer filmreifen Aktion schmuggelte Felix seinen Fallschirm auf die Spitze. Den Triumph, vom damals höchsten Gebäude der Welt gesprungen zu sein, konnte er nicht lange auskosten: Bereits zwei Stunden später saß er im Flieger nach Hongkong. Es hätte zuviel Erklärungsbedarf bei den taiwanesischen Behörden gegeben.
 
   

Flight the Power
Intensiven Behördenkontakt bekam Felix Baumgartner nach dem Absprung von der Puente de las Américas in Panama am 10. September 2004: Die Brücke über den Panamakanal ist nicht nur die Verbindung zwischen Nord-und Südamerika, sondern auch ein Hochsicherheitstrakt. Nach dem 106-Meter-Fall wartete auf Baumgartner nicht nur die lokale Polizei, sondern auch die CIA und einige Nächte im Gefängnis. Die Tatsache, dass er und seine Crew sich Zugang zur Brücke verschaffen konnten, zeigte massive Sicherheitslücken auf der wichtigsten Verkehrsroute der Welt und entwickelte sich zu einer Staatsaffäre.

Karbon-Ikarus
Einen anderen, nämlich den Ärmelkanal überquerte Felix Baumgarnter mehr in der Vertikalen: Mit einem Karbonflügel von 1,8 Metern Durchmesser stieg der Österreicher am Morgen des 31. Juli 2003 in 9.600 Metern Höhe über Dover aus und setze zum Flug nach Calais an. Mit über 360 km/h und nach sechseinhalb Minuten im freien Flug landete er mit dem Fallschirm am französischen Festland. Mit diesem Experiment kam Felix Baumgartner so nahe ans menschliche Fliegen wie sonst niemand zuvor.

Baumgartner war maßgeblich in die Entwicklung des Flügels, der damals noch ein Prototyp war, involviert. Nach den ersten Testflügen berichtet er: “Ich kam beim ersten Versuch total unkontrolliert ins Trudeln. Aber ich wollte das Ding nicht sofort abwerfen. Als ich die Beine anzog, begann ich plötzlich richtig zu fliegen, mit einem mörderischen Tempo. Es war klar, dass ich hier auf der Spur von etwas Großem war.”
 
   

Einmal ist nicht genug

Der Turning Torso in Malmö, das höchste Gebäude Skandinaviens, ließ sich nicht von innen auf legalen Weg besteigen. Also kam Felix Baumgartner von oben: Mit einem Fallschirmsprung aus einem Helikopter landete er am Dach des 190 Meter-Towers um von dort mit einem zweiten Sprung auf am Boden zu landen. Um schnell schwedischen Boden zu verlassen, trat er die Flucht nach Dänemark per Motorrad und Schnellboot an.

Going Underground
Es muss nicht immer auf dem Boden enden. Für einen seiner spektakulärsten Sprünge ging es auch unter die Erde: 2006 raste Baumgartner in die Dunkelheit der 190 Meter tiefen Mamethöhle in Kroatien. Die flaschenartige Form dieses Naturwunders war einerseits ein perfekter Spot für einen B.A.S.E-Jump, war aber mit enormen zusätzlichem Risken verbunden. “Wenn du zu früh den Schirm aufmachst, knallst du gegen die Felswand und zu spät sollte es auch nicht sein. Die Landung in der Höhle war sehr schwer, weil ich in einem sehr kleinen Radius praktisch im Dunkeln landen musste.”
 
   

Der Mann im All. Den absoluten Höhepunkt seiner Karriere will Baumgartner noch dieses Jahr verwirklichen. Im Rahmen des Projekts "Red Bull Stratos" will der Extremist aus der Stratosphäre abspringen - und als erster Mensch die Schallmauer durchbrechen. Weitere Infos dazu findet ihr hier.

TV-Hinweis:
Diesen Sonntag, 25. April gibt es ein Felix Baumgartner-Special im Red Bull TV-Fenster bei ServusTV: Um 22:00 Uhr ist das Portrait “The Felix Baumgartner Story” und um 23:00 Uhr “Turning Torso”, die Dokumentation zu seinem Sprüngen vom Turning Torso zu sehen. Weitere Infos: www.servustv.com.

   



 

 


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