Der erste Tagebucheintrag von Matthias Dolderer aus Perth. Der Red Bull Air Race-Pilot spicht über Regenströme im Sonnenparadies und seine Zielsetzung für die morgige Quali.
G'day aus Perth,
Freitag, 16.04
eigentlich sollte man ja denken, dass hier in Westaustralien nur die Sonne scheint. Pustekuchen - In den letzten Tagen hat es dermaßen geregnet, dass die Gras-Landebahn auf dem Race Airport im City-Park von Perth total überflutet war. Glücklicherweise ist das Red Bull Air Race sehr flexibel und so sind wir in den letzten Tagen von einem anderen Flugplatz zu Test- und Trainingsflügen gestartet. Naja, wir beschweren uns über ein bisschen Regen und bei Euch daheim ist der ganze Luftverkehr lahmgelegt.
Heute war der zweite und finale Trainingstag. Endlich wieder Sonne und ... Windstille. In der ersten Session habe ich keine gute Linie geflogen und zu viel Zeit auf der Strecke gelassen. Der Kurs ist auch nicht ganz einfach. Schön gelegen über dem Swan River, aber mit sehr engen Turns - erinnert mich ein bisschen an Windsor 2009. Im letzten und entscheidenden Lauf lief dann alles zufriedenstellend. Platz 5 trotz Zwei-Sekunden Zeitstrafe - mit Platz nach oben.
Das Qualifying morgen wird nicht einfach. Es sind bestimmt fünf, sechs der üblichen Verdächtigen (Paul, Kirby, Nigel, etc.), die den ersten WM-Punkt für den Schnellsten in der Quali kassieren können. Mein Ziel ist ein cleaner Run ohne Penalties, um mich direkt für die Top 12 zu qualifizieren - vor allem in Q1. Wenn ich mir da keine Penalty einfange, gebe ich in Q2 Vollgas.
Drückt mir die Daumen!
Matthias
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