Energydance (c) RayDemski / Red Bull Photofiles

„Turn It Loose“ ist der ultimative Trip in die Welt des Breakdance. Bevor er im Sommer weltweit ins Kino kommt, feiert der Film am 3. Juni seine Premiere in Paris. Hier stellen wir euch seine sechs B-Boy-Helden vor.
 

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Ben-J a.k.a. Mbegne Kassé ist bereits so etwas wie ein Nationalheld in Senegal. Angetan haben es dem 25-Jährigen, den seine afrikanischen Fans B-Boy Melaakh („blitzschneller B-Boy“) nennen, amerikanische und französische Breakdance-Filme. Sein tänzerischer Hintergrund ist stilistisch so breit gefächert wie bei kaum einem anderen Weltklasse-Breaker: Klassisches Ballett, Jazz-Dance, Soul und House, Popping, Locking und die senegalesischen Traditionstänze Yella und Sabar. Was ihm am HipHop taugt, ist dessen katalytische Eigenschaft, aus verschiedenen weltweiten Kulturen eine neue hervorzubringen und jungen Leuten auf der Straße positive Impulse zu geben. Ben-J: „HipHop hat mich aus dem Ghetto weggebracht.”

  

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Hong10 a.k.a. Kim Hong-Yeol stammt aus Südkorea und gewann das Red Bull BC One 2006 in Brasilien. Seither ist der verspielte Junge mit den ernsten Augen aus der obersten B-Boy-Riege der Welt nicht mehr wegzudenken. Komplexität bei den Tricks und die Sauberkeit ihrer Ausführung sind neben seiner schieren körperlichen Kraft seine Spezialitäten. Zudem hat Hong10 stets ein scharfes Auge auf die Performance seiner Gegner und weiß haargenau, was er ihnen an Moves entgegnen kann, um die Judges von seiner Leistung zu überzeugen. Rückhalt findet er bei seiner Familie und seinen koreanischen Homeboys (von der Drifterz Crew und vom Kollektiv Project Soul), Entspannung beim Snowboarden und Wakeboarden.

   

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Lilou ist der Fürst, pardon: der Scheich unter den B-Boys. Als Ali Ramdani mit sechs Jahren zum ersten mal Breakdancer im algerischen TV sah, schrieb sich seine Lebensgeschichte beinah von selbst. Und die ist beinah Hollywood-reif: 2005 siegte er beim Red Bull BC One in Berlin. 2007 schied er in der Vorrunde aus, aber breakte sich dafür in die Herzen des südafrikanischen Publikums. Lilou: „Der Jubel um meine Person war schöner als Titel oder Preisgeld.“ 2008 judgte er beim Red Bull BC One in Paris und 2009, bei seinem Comeback als Aktiver, holte sich Lilou als erster B-Boy zum zweiten mal den Titel in NY! Er ist auch der erste der B-Boys in Turn It Loose, der bereits eine Familie gegründet hat. Und wenn euch sein Gesicht aus dem Chemical Brothers-Video Midnight Madness vorkommt: Ja, das ist Lilou und sein unverkennbarer Threading-Style.

 

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Ronnie Abaldonado übte seine ersten Tanz-Moves 1993/94 und ist der Red Bull BC One-Sieger von 2007. Er gewann 2008 mit seiner Posse Super Cr3w den Titel America’s Best Dance Crew auf MTV. Ab diesem Zeitpunkt waren auch seine Eltern überzeugt, dass Architektur doch nicht seine Berufung sein würde. Am Anfang seiner an Höhepunkten reichen Karriere stand (in diesem Fall: tanzte) der große Bruder – Rodolfo Jr. war Ronnies erster B-Boy-Held. Die wegweisenden HipHop-Filme Wildstyle und Beatstreet waren weitere Inspirationsquellen für den Breaker aus Guam. Für Ronnie ist es am wichtigsten nie den Kopf zu verlieren: „Egal wie sehr sich mein Konkurrent bei seiner Performance aufbläst, ich lasse mich dadurch nicht berühren. Es geht darum, die Judges zu überzeugen, nicht darum das Publikum zu beeindrucken: Zeige im Zweikampf niemals Schwäche, und: Go for the Gusto!“

 

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Roxrite
lebt zwar in San Francisco, im Herzen ist er aber so mexikanisch wie Enchilada und Negra Modelo. Sein bürgerlicher Name ist Omar Delgado Macias und seine Crew, die Renegades, sind die härtesten Breaker der Westcoast. Seine Geheimwaffen? Variationsreichtum und die persönliche Note bei der Ausführung. Keine Frage: Roxrite rockt richtig! Ob als Herausforderer oder als Verteidiger, er kalkuliert stets hochdynamische Vorgaben und ausführliche, kraftvolle Antworten. Was ihm als Teil des HipHop-Universums wichtig ist: Style („Es ist fundamental, was du durch deine Kleidung über dich selbst ausdrückst“) und Disziplin („Abhängen ist schön und gut, aber erst die Zielstrebigkeit mit der du dich verwirklichst, macht dich zu einer guten Person.“) Roxrite interessiert sich für Filmschnitt und Graffiti. Sein Fokus liegt aber auf dem Dancefloor. Und egal ob er aus Beton oder Gummi ist, nachdem Roxrite ihn gerockt hat, glüht dort ein Brandloch.

  

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Taisuke ist in Nagasaki, Japan, aufgewachsen und kennt sich bei Sashimi beinahe professionell aus – sein Vater ist schließlich begnadeter Küchenchef. Seit Taisuke mit seinem Kollegen Toshiki nach Tokio gezogen ist, um dort am International Dance College zu studieren, kriegt er kein einziges Sushi-Stück mehr runter, weil der Fisch nie so frisch ist wie zu Hause. Großstadt-Blues, eben... Toshiki kennt Taisuke schon seit ihre beiden älteren Schwestern ihnen mit B-Girl-Moves die Jugend versüßt haben. Das Red Bull-Logo ist für ihn der grafische Inbegriff der B-Boy-Kultur. Außerdem ist er glühender Fan der Zulu Nation und ihrer bombastischen B-Boy-Fraktion, den Zulu Kingz. Das hindert ihn aber natürlich nicht, sich sein bescheidenes und ruhiges Auftreten zu bewahren. Was sonst noch wirklich japanisch an ihm ist? „Ich möchte um die Welt reisen und mir alle Sehenswürdigkeiten ansehen.“ Gute Reise, Taisuke, aber bitte lass den Fotoapparat daheim!

 

http://www.turnitloosemovie.com/
 


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