Samstag, der 20. Januar 2000 war laut der englischen Tageszeitung "The Independent" der Geburtstag „eines Sports des neuen Jahrtausends." Mitten in der schwedischen Hauptstadt Stockholm fuhren Sportler aus allen Teilen der Welt auf Hockeyschuhen im Kampf Mann gegen Mann über eine Kunsteisbahn, die auf knapp 300 Metern Sprünge, Wellen und eine mächtige Steilkurve. Ice Cross hieß die Sportart, Red Bull Crashed Ice das Rennen.
Niemand hatte vorher Ähnliches versucht, alle Starter, durchwegs exzellente Eishockeyspieler oder Skater, erlebten totales Neuland. Sowohl sportlich, als auch technisch war der erste Event ein Pilotprojekt, wegen der aufwendigen Bauten konnte nicht im Vorfeld getestet werden. So wurde der Parcours zunächst mit Crashed Ice vom Fischmarkt aufgefüllt – samt dazugehörendem Geruch! Nach anfänglichem Startboykott und spektakulären Stürzen in den ersten Tests nahmen die Skater aber sehr schnell das ungewöhnliche Sportfeld an. 13 Rennen fanden seither in acht Ländern statt. Hunderttausende sahen die immer ausgefeilteren Parcours über Skipisten in den Bergen und durch Häuserschluchten der Innenstädte.
„Sportlich enorm herausfordernd, extrem spektakulär zum Zuschauen, ein Nervenkitzel selbst für die besten Sportler“, fasst es der Schwede Jasper Felder zusammen, der Dominator des bisherigen Red Bull Crashed Ice.
Waren die Rennen in den letzten Jahren eher unkoordiniert und unzusammenhängend organisiert, so wird heute erstmalig der Weltmeister-Titel vergeben.
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