Der Allgäuer Matthias Dolderer will in seiner ersten Saison als Red Bull Air Race Pilot bereits voll angreifen. Am 17. April findet in Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate das erste von sechs Rennen um den Titel der „Formel 1 der Lüfte“ statt. Aufgrund des erweiterten Pilotenfeldes von zwölf auf fünfzehn, startet die Red Bull Air Race Weltmeisterschaft 2009 mit einem neuen Reglement.
Nach Klaus Schrodt (2005 bis 2007) ist Matthias Dolderer der zweite deutsche Pilot, der sich eine Lizenz für den schnellsten Motorsportwettkampf der Welt erkämpfen konnte. Der 39-Jährige, der bereits eine unglaubliche Flugerfahrung von 24 Jahren vorweisen kann, hat sich für seine erste Saison hohe Ziele gesteckt: „Auch wenn die Konkurrenz groß ist. Ich will voll angreifen und vorne mitmischen. Ein Traum wäre es, aufs Podest zu fliegen." Im November konnte er sich neben drei weiteren Rookies beim Qualifikationscamp im spanischen Casarrubios gegen sechs Anwärter weltweit auf eine Lizenz durchsetzen. Weltmeister Hannes Arch bezeichnet Dolderer „als einen der talentiertesten Piloten, den ich kenne." Die Voraussetzungen für einen Einstand nach Maß scheinen für den Deutschen zu stimmen.
Am 17./18. April wird Matthias Dolderer in Abu Dhabi seinen ersten Wettkampf bestreiten. Danach geht es nach Nordamerika für die Rennen in San Diego/USA (9./10. Mai) und Windsor, Ontario/Kanada (13./14. Juni) bevor die Air-Race Piloten in Europa Halt machen. In Budapest (19./20. August), Porto (12./13. September) und Barcelona (3./4. Oktober) werden die letzten WM-Punkte vergeben.
Die fünfte Saison der Red Bull Air Race-Weltmeisterschaft startet mit einem neuen Reglement. Aufgrund des erweiterten Feldes von fünfzehn Piloten wurde ein neues Rennformat entwickelt. Der Showdown am Renntag beginnt mit der Wildcard-Session und endet mit den vier schnellsten Piloten, die im Rennen gegen die Zeit den Sieg bzw. die Podestplätze unter sich ausmachen.
Mit Spitzengeschwindigkeiten von 370 Stundenkilometern navigieren die Red Bull Air Racer ihre Sportflugzeuge durch 20 Meter hohe Air Gates, die die anspruchsvollen Parcours markieren. Auf die Himmelsstürmer wirken dabei Fliehkräfte von bis zu 12 G ein. Im Vergleich: Formel 1-Fahrer müssen gerade einmal der Hälfte (5,5 G) standhalten. Wegen den sportlichen Höchstleistungen und den attraktiven Locations hat sich das Red Bull Air Race in den vergangenen Jahren als Publikumsmagnet etabliert: Im Jahr 2008 waren wieder 3,5 Millionen Zuschauer live vor Ort dabei.
Kommentare
Einen Kommentar hinzufügen