Nachbericht Melt!Festival (c)Dirk Mathesius

Nachdem das Melt! Festival dank eines endzeitlichen Unwetters einen rauen Start erlebte, trotzten die Besucher dem Wetter und feierten nach dem Motto: „Jetzt erst recht!“. Der Red Bull Music Academy Floor hatte genau die richtigen Beats zu dieser Stimmung im Angebot.

So lieferte Kode 9 wuchtige Dubstep-Beats, die einen ruckzuck wieder auf die Beine halfen. Hudson Mohawke - laut britischem Guardian der „sound of young Scotland“ und einer der spannendsten Newcomer auf dem Melt! – klopfte einem mit seinen furios zerhackten Beats regelrecht auf die Schulter, bevor Diplo die Körpertemperatur in die Höhe trieb – seine Baile-Funk-inspirierten Global Beats und seine überdrehten Electro-Mash-ups brachten die Meute ins Schwitzen. Und wer glaubte, bei Thunderheist könnte man sich ein wenig abkühlen, nur weil das Duo aus Kanada kommt, der wurde eines besseren belehrt: MC Isis’ laszive Vocals und die Electrosounds ihres Partners Grahmzilla waren eher der Soundtrack für einen heißen Feiersommer – der dann am Ende auch tatsächlich zumindest stundenweise durchbrach. Als sich am Samstag kurz die Sonne zeigte, chillten und tanzten die Melt! Besucher im Sand des Red Bull Music Academy Floors, der in diesem Jahr direkt am Strand lag.


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