Das immer schlechter werdende Wetter zwingt die Crew zur Aufgabe. Sechs Wochen später starten sie zu einem neuen Gipfelsturm – diesmal mit Erfolg.
5. Juni 2007
Es ist vier Tage her, dass sie vom Berg geflogen wurden, und das Team ist jetzt bereit zur Rückkehr. Wie Axel Naglich heute sagt, hoffen er und Peter Ressmann gemeinsam mit dem Bergführer Volker Holzner und dem Kameramann Günther Göberl, am Freitag zur Haydon Shoulder zurückzufliegen, falls sich ein Schönwetterfenster auftun sollte. Das Team, obwohl ein wenig dünner, ein wenig durchfroren und ein wenig geschrumpft, gibt sich noch nicht geschlagen.
8. Juni 2007
Die Hoffnung verwandelt sich in Enttäuschung, als sich ein prognostiziertes Schönwetterfenster auf nur 18 bis 20 Stunden verkleinerte – sicher nicht genügend Zeit, um zur Haydon Shoulder auf 3.000 Meter Höhe zu fliegen, auf 5.500 Meter zu klettern und dann mit den Skiern abzufahren. Stattdessen wird das Team die Rückreise nach Europa antreten, um dort auf besseres Wetter zu warten. Trotz dieses Rückschlags ist Naglich optimistisch, was eine erfolgreiche Expedition im weiteren Verlauf des Sommers anbelangt.
13. Juni 2007
Die Akklimatisation – sie hält maximal drei Wochen – ist beim Teufel. Die Prognose lässt für die nächsten Wochen kein besseres Wetter erwarten. Das Team reist ab.
31. Juli 2007
Aussicht auf gutes Wetter. Abflug nach Alaska.
9. August 2007
Nach sechs Wochen in Österreich ist das Team wieder zurück auf dem Mount St. Elias und bereitet sich erneut auf einen Gipfelsturm vor. Heute am frühen Morgen verlassen Axel Naglich, Peter Ressmann, Kameramann Günther Göberl und Bergführer Volker Holzner die Haydon Shoulder und nehmen die letzte Etappe bis zum Gipfel in Angriff. Sie verlassen das Basislager um Mitternacht und steigen in der Dunkelheit durch eine Geröllwand, um Steinschlag zu vermeiden. Jetzt kampieren sie auf 4.000 Metern Höhe und bereiten sich darauf vor, zum Hochlager in 4.800 Metern Höhe vorzudringen.
10. August 2007
Das Team hat nun eine Höhe von 4.800 Metern erreicht und bereitet sich auf den Gipfelsturm vor. Axel Naglich, Peter Ressmann, Günther Göberl und Volker Holzner werden sich morgen früh auf den Weg machen.
11. August 2007
Das Team startet um 7.30 Uhr, meistert Lockerschneepassagen und instabile Hänge und erreicht um 12.50 Uhr den Gipfel. Dort verbringt das Team nur zehn Minuten, bevor Naglich und Ressmann ihren Abstieg auf einer unbekannten Route beginnen, um den lawinengefährdeten Hang zu vermeiden, über den sie aufgestiegen waren. Für die Abfahrt zum Hochlager, den Abbruch des Lagers und die restliche Abfahrt auf 4.000 Meter, wo sie heute kampieren werden, brauchen die beiden nicht einmal zwei Stunden.
12. August 2007
Das Team verlässt um 3.30 Uhr das Lager auf 4.000 Meter Höhe, um die gefährliche Steinschlagzone vor Tagesanbruch hinter sich zu bringen. Die Bergsteiger treffen um Mittag auf der Haydon Shoulder ein und werden nach einigen Stunden von Paul Claus in der Super Cub abgeholt und zurück zur Ultima Thule Lodge gebracht. Morgen werden sie nach Chitina geflogen, von wo aus sie nachhause zurückkehren werden.
Zum Nachlesen: Teil 1 und Teil 2 des Expeditionstagebuches.
Mount St.Elias läuft jetzt in vielen Kinos in Deutschland. Alle infos gibt es hier http://mountstelias.kinowelt.de
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