Der Sieger des Red Bull Crashed Ice in Quebec steht fest: Local-Hero Kyle Croxall setzte nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Deutschen Martin Niefnecker im Finale durch. Hier das Interview.
Die Croxall-Brüder Kyle und Scott waren beim Red Bull Crashed Ice in ihrer Heimat Kanada die gefeierten Stars. Zeynep Dönmez sprach mit dem 21-jährigen Gewinner Kyle Croxall aus Toronto über seinen Weg zum Sieg.
Hast du vorher schon einmal bei einer Red Bull Crashed Ice-Meisterschaft teilgenommen?
Ja, Quebec war mein drittes Mal. Ich habe hier im Vorjahr den dritten Platz und in der tschechischen Republik den siebten Platz erreicht. Vor vier Jahren las ich im Internet einen Artikel über Red Bull Crashed Ice. Ich wollte diese neue Sportart sofort ausprobieren.
Im normalen Leben bist du Feuerwehrmann bei der kanadischen Bundeswehr und hast wenig mit Eis zu tun.
Ja, das stimmt. Trotzdem habe ich mich in die Sportart Ice-Cross-Downhill verliebt. Der Sport ist schnell, hat Stil und findet vor einem Riesen-Publikum statt. Ich finde die Idee einfach genial, dass vier Athleten einen Eiskanal herunter skaten, ohne genau Bescheid zu wissen, was passieren wird.
Was war bei der Weltmeisterschaft von Red Bull Crashed Ice dieses Mal anders?
Die Stimmung war gigantisch, der Track war viel schneller und es haben unglaublich viele Menschen zugeschaut.
Wie hast du dich für den Ernstfall vorbereitet?
Ich war jeden Tag im Fitnessstudio und habe sehr viel Eishockey gespielt.
Was sagst du zur Strecke?
Der Eiskanal war super. Am meisten hat mir der Start gefallen – das ist die schnellste Stelle. Die größte Challenge war aber die scharfe Kurve im Mittelabschnitt. Dort sind auch die meisten Fahrer mindestens einmal gestürzt.
Hast du mit dem Sieg gerechnet?
Ich war die ganze Zeit nervös. Jeder wünscht sich den Sieg, aber ich hatte nicht damit gerechnet. Jetzt bin ich stolz auf mich und auf meinen Bruder natürlich auch (Erreichte Platz drei, Anm.).
Was war der Schlüssel für deinen Sieg?
Ich bin sehr schnell und stabil auf den Schlittschuhen, hatte genug Selbstvertrauen und eine Portion Glück war auch dabei.
Wie ist das Gefühl, gegen den eigenen Bruder anzutreten?
Es ist ein wenig seltsam. Beim Rennen geht’s natürlich nur um den Sieg. Aber im Infight bin ich bei meinem Bruder natürlich vorsichtiger.
Habt ihr eine Wette angeschlossen, wer besser abschneiden wird?
Nein, wir sind beide mit der Erwartung hin, so gut wie möglich abzuschneiden. Und ich bin froh, dass es so gut geklappt hat. Unsere Eltern sind stolz auf uns.
Wirst du im nächsten Jahr wieder starten?
Ja, definitiv. Ich will besser werden und wieder auf Platz eins landen.
Auf unserer Facebook-Fanpage kannst du mit ihm ins Gespräch kommen.
Kommentare
Einen Kommentar hinzufügen