Am Tempel des Poseidon baten der Gesamtführende Orlando Duque (COL) und sein erster Verfolger Gary Hunt (GBR) um göttliche Unterstützung für den letzten Stopp der Red Bull Cliff Diving World Series 2009 am Vouliagmeni See in Athen. Lediglich neun Punkte trennen die beiden, die am 20. September um den Gesamtsieg kämpfen.
Poseidons Tempel wurde einst über den Klippen der Ägäis erbaut. Die Ruine diente als historischer Hintergrund für einen Synchron-Helikoptersprung aus 21 Metern Höhe im Vorfeld des Red Bull Cliff Diving World Series Showdowns in der griechischen Hauptstadt. Ob der Gott des Meeres von Orlando Duques und Gary Hunts Helikopter-Dive beeindruckt war, und wen er im Kampf um den Gesamtsieg in der Red Bull Cliff Diving World Series 2009 bevorzugt, wird sich am späten Nachmittag des 20. September weisen.
„Wir lieben diesen Sport derartig, dass es wirklich cool war, diese Sprünge gemeinsam zu machen“, so Hunt. „Heute waren wir keine Rivalen, das sind wir am Sonntag beim Finale.“ Duque im Nachsatz: „Wir haben beide die Chance zu gewinnen und wollen auch beide den Titel. Um den anderen zu schlagen müssen wir fokussiert bleiben. Der Bessere wird gewinnen!“
Nach sieben Bewerben ist der Kampf um den Titel enger denn je. Der 25-jährige Brite hat den 22-Punkte-Vorsprung des Kolumbianers stetig auf nunmehr neun Punkte verringert. Hunt ist der Einzige, der neben Duque – der seit dem dritten Stopp in Dubrovnik am 11. Juli das Zwischenklassement anführt – noch um den Titel mitmischt. Das große Finale findet passender Weise in der Geburtsstätte des wettkampf-orientierten Sports statt.
Der beeindruckende Vouliagmeni See, nur einen Steinwurf vom Stadtzentrum entfernt, ist ein Süßwassersee, dem eine heilende Wirkung nachgesagt wird und um den sich zahlreiche Legenden und mystische Geschichten über gefräßige Kreaturen, gefährliche Strömungen und vergrabene Schätze ranken. Zum Entzücken der Athleten beträgt die jährliche Durchschnittstemperatur des Wassers angenehme 24°. Die besonderen Lichtverhältnisse am späten Sonntagnachmittag stellen neben dem Sprung aus 26 Metern Höhe eine zusätzliche Herausforderung für die High-Diving-Elite dar.
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