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Vor dem Vienna Air King trafen wir Dirt-Biker Benny Korthaus zum Interview und sprachen mit ihm über Milzrisse, gelöste Blockaden im Kopf und erfahren dabei, dass sein Auto vier Mal mehr kosten darf als sein Bike.

Wie oft warst du schon beim Vienna Air King dabei?
Gute Frage, das kann ich auf die Schnelle gar nicht beantworten. Ich bin mir aber sicher, dass ich bis jetzt bei allen Air Kings dabei war. (Anmerkung der Red.: fünf Mal)

2009 hast du dich in Wien schwer verletzt – hast du mit dem Contest noch eine Rechnung offen?
Ich habe mir bei einem Sturz die Milz gerissen, was bisher meine schwerste Verletzung war. Aber eine Rechnung habe ich mit dem Contest nicht mehr offen. Ich war ja im Vorjahr schon wieder am Start und konnte trotz schwierigster Verhältnisse – es herrschte starker Wind, dazu wechselnden Sonne und Regen – eine gute Vorstellung liefern. Das war extrem wichtig für mich, um keine Blockade im Kopf entstehen zu lassen.

Dirt-Biken entwickelt sich rasant weiter. Welchen Trick willst du heuer lernen?
Ich habe bisher viel am Frontflip gearbeitet. Wenn es Sprung und Tagesverfassung zulassen, will ich diesen Trick heuer auf Events zeigen. Einen weiteren speziellen Trick werde ich, so wie es im Moment aussieht,  nicht trainieren.

Du hast dich in der Vergangenheit kritisch über die fehlenden Trainingsmöglichkeiten in München geäußert – hat sich etwas zum Positiven verändert?
In München hat sich die Situation leider nochmals verschlechtert. Es gibt keinen einzigen ordentlichen Outdoor-Spot, wo man fahren kann. Im Winter ist seit dem Schließen der Halle in Emmering sowieso kein Training mehr möglich. Deshalb war ich diesen Winter in Woodward West (USA), dem BMX- und Dirt-Jump-Mekka zum Training – übrigens zusammen mit Red Bull-BMXer Senad Grosic. Wenn ich in Deutschland neue Tricks lernen will, muss ich von München aus über drei Stunden zum nächsten Foam-Pit in der Nähe von Hof fahren. Wir haben auch selbst viel Geld in Projekte gesteckt, etwa in einen Kurs auf einem Acker bei einem Bio-Bauern. Dank der Satelliten-Überwachung der EU durften wir dort nicht ein einziges Mal fahren! Das sind, zusammengefasst, keine idealen Trainingsbedingungen.

Was passierte mit dem Kurs auf dem Acker?
Der Bauer hätte seine Förderungen verloren und so mussten wir den Kurs wieder komplett abtragen! Die EU hat tatsächlich durch Satellitenbilder vom Kurs erfahren...

Wirst du heuer wieder für einen Mountainbike-Film vor der Kamera stehen?
Ich habe vor kurzem mit Lukas Tielke, dem Macher von „Action Hereos“ gesprochen – falls alles klappt, bin ich in seinem neuen Film mit dabei.

Wieviel Geld würdest du für ein Fahrrad ausgeben?
Schwere Frage, weil ich meine Räder ja von meinem Sponsor bekomme. Müsste ich aber eines kaufen: bis zu 3.000 Euro für ein Hardtail und 5.000 Euro für ein Fully.

Und für ein Auto?
Nachdem ich pro Jahr fast 40.000 km fahre, sollte es schon ein komfortables und großes Auto sein. Und meine Bikes müssen ja auch Platz finden. Rund 20.000 Euro würde ich also schon sagen.

Wie bekommt man mehr Leute vom Auto aufs Fahrrad?
Mehr Radwege bauen hilft sicher. Aber die Menschen bei weiten Strecken vom Auto aufs Rad zu bringen, das wird schwer.
 
 
Der Vienna Air King wird am 3. April ab 14.15 Uhr live auf redbull.com übertragen.
 
 

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