Red Bull Crashed Ice 2010 - Martin Niefnecker Red Bull Photofiles

Ein bayerisches Urgestein war bei der Deutschland-Premiere der Red Bull Ice Crashed WM 2010 im Olympiapark München auf der 386 Meter langen Eisbahn nicht zu schlagen: Martin Niefnecker aus Garmisch-Partenkirchen. Der 19-Jährige, der bereits im vergangenen Jahr bei den Rennen in Prag und Lausanne Erfahrungen im packenden Kampf „Mann gegen Mann auf dem Eis“ sammelte und nun als ein heißer Kandidat auf den ersten WM-Titel in dieser neuen Sportart gehandelt wird, verwies im Finale der besten Vier Gabriel Andre (Kanada) und Kim Mueller (Schweiz) auf die Plätze. Mehr als 50.000 Zuschauer im aus allen Nähten geplatzten Olympiapark – 40.000 Zuschauer mussten wieder nach Hause geschickt werden – haben Niefneckers Sieg verfolgt.
 

Herr Niefnecker, haben Sie das Rennen und den Sieg schon verdaut?
Niefnecker:
„So langsam schon. Es war schon Wahnsinn, dass ich das Rennen in München gewonnen habe!“

Was haben Sie von der Atmosphäre denn überhaupt mitbekommen?
Niefnecker:
„Wenn man oben am Start steht, blickt man nur auf die Massen von Zuschauern, hört wie Tausende von Leuten an die Bande klopfen und einen ungeheueren Radau machen.“

Sie kommen selbst vom Eishockey, sind auch noch aktiv. Was macht das Red Bull Crashed Ice für Sie so interessant?
Niefnecker:
„Es ist einfach etwas komplett anderes. Beim Eishockey stehst du als Mannschaft auf dem Eis, beim Crashed Ice bist du auf dich allein gestellt.“

Ist es ein Vorteil, wenn man vom Eishockey kommt?
Niefnecker:
„Natürlich, da man dadurch ohnehin gut auf Kufen ist und auch über die notwendige Geschicklichkeit verfügt. Mir kommt aber auch noch zu Gute, dass ich von klein auf Ski gefahren bin. Ich hätte sogar fast einmal bei einem Rennen im Ski-Bordercross mitgemacht.“

Wie sind Sie zum Crashed Ice gekommen?
Niefnecker:
„Ein Bekannter hat mich auf das Qualifying für das Rennen in Prag hingewiesen. Das habe ich dann auch prompt gewonnen. In Prag bin ich schließlich 17. und damit bester Deutscher geworden.“

Und nur ein Jahr später triumphieren Sie als 19-Jähriger in München...
Niefnecker:
„Ich hatte auch ein wenig Glück, weil einige Favoriten vorzeitig ausgeschieden sind. Für mich ist Crashed Ice aber immer noch ein Spaß neben dem Eishockey, bei dem man ein wenig das Hirn ausschalten muss. Crashed Ice ist nicht ganz ungefährlich, aber vielleicht ist das ja gerade der Kick.“

Und am 20. März holen Sie sich in Quebec dem WM-Titel?
Niefnecker:
„Mal schauen, was in Quebec noch geht. Natürlich ist der WM-Titel jetzt zum Greifen nah. Aber die Strecken sind immer unterschiedlich. Und ob der Parcours in Quebec mir liegen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen.“

Wo sehen Sie Crashed Ice in einigen Jahren?
Niefnecker
: „Ich hoffe, dass es im kommenden Jahr mehr Stationen in der WM-Serie geben wird. Die Sportart geht bestimmt ihren Weg und wird von Jahr zu Jahr an Popularität gewinnen. Dessen bin ich mir sicher.“


Kommentare

    Einen Kommentar hinzufügen

    * Alle Felder müssen ausgefüllt werden
    Es sind nur 2000 Zeichen erlaubt :
    Gib das Word auf der linken Seite ein und klicke auf "Kommentar abschicken".

    Artikel Details