Der 15-jährige Siegener holte sich 2008 den Titel des deutschen Vizemeisters im BMX/ Street bei den German Open. Noch im gleichem Jahr gelang ihm eine Sensation bei dem internationalen Contest, den FISE 2008 in Montpellier: Er ließ Dave Mirra, den BMX´er mit den meisten X-Games-Medaillen, hinter sich. Im Januar 2009 holte er sich bei der „Simpel Session“, dem Event zum Saisonauftakt, wo sich alles trifft, was Rang und Namen hat, einen sechsten Platz im ansonsten US-amerikanisch dominierten Fahrerfeld.
Bruno Hoffmann war lange Zeit derjenige, der allein dafür Props bekommen hat, dass er ab dem zarten Alter von acht Jahren schon BMX fuhr. Bruno tauchte fast überall auf, heizte auf seinem "12“-Rad durch Skateparks in ganz Deutschland und fragte alle Anwesenden, wer ihr Lieblingsfahrer sei. Dieses Image änderte sich spätestens im Oktober 2007. Vor der versammelten deutschen Profiklasse zeigte er, dass die Zeiten vorbei sind, in denen er nur als hoffnungsvoller Nachwuchs gelten kann. Mit Tricks, die man vorher noch nie gesehen hatte (unter anderem einem 540 über die Jumpbox), unverschämten Flow und beeindruckender Konsistenz sicherte er sich den ersten Platz in der A-Klasse des Playstation The Champ Contests in Wuppertal 2008.
Seitdem hat dieses Rezept auf diversen anderen Contests gewirkt: Er hat unzählige kleinere Veranstaltungen dominiert und ist deutscher Vizemeister bei den German Open 2008 geworden, wo er sich nur dem Lokalmatadoren Markus Braumann geschlagen geben musste. Aber nicht nur in Deutschland sorgte der junge Mann für Furore. Dass er beim FISE 2008 in Montpellier sogar Dave Mirra, den BMX´er mit den meisten X-Games-Medaillen, hinter sich gelassen hat, erklärte er ganz bescheiden damit, dass er einen guten Tag und glücklicherweise alles geschafft hat, was er sich vorgenommen hatte. Kenner seines Fahrstils wissen aber: Bruno schafft grundsätzlich alles, was er sich vornimmt. Und so ist es auch kein Wunder, dass er langsam anfängt, international abzuräumen.
Sein erster Auftritt im US-amerikanischen Contestgeschehen beim Red Bull Trick or Treat wurde mit einem dritten Platz belohnt und bei der Simpel Session, dem Event zum Saisonauftakt, wo sich im Prinzip alles trifft, was Rang und Namen hat, holte er einen sechsten Platz im ansonsten US-amerikanisch dominierten Fahrerfeld heraus. Wobei er, wie schon so oft, einen großenTeil der Contestfahrerelite hinter sich ließ, ohne dabei der weit verbreiteten „Mehr Whips sind besser“-Logik zu folgen.
Wenn man aber wirklich Zeuge von Brunos fahrerischen Qualitäten werden will, dann muss man mit ihm auf die Straße gehen. Sein wahres Talent wird erst dann deutlich, wenn man mit ihm an einem Streetspot aufkreuzt und er innerhalb der ersten fünf Minuten etwas Unglaubliches vollführt, an das noch niemand vorher nur im Entferntesten gedacht hat. Und danach das Ganze so oft wiederholt, bis alle Fotografen und Filmer zufrieden sind.
Keine Frage, es ist schon fast beängstigend, was Bruno mit seinen 15 Jahren schon alles erreicht hat. Wenn er so weitermacht, dann hat er ohne Zweifel das Zeug, nach Tobias Wicke der nächste Deutsche zu werden, der der BMX-Welt zeigt, dass auch in Deutschland auf höchstem Niveau Rad gefahren wird.
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