M.I.A © Interscope Records

"Live fast, die young. Bad Girls do it well" oder: gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin. Nach diesem Motto arbeitet M.I.A seit Jahren. Nun gibt es ein neues brilliantes Video zu "Bad Girls" vom Star, der auch beim Super Bowl brillierte.

So schnell kann´s gehen: Vor einigen Jahren war es M.I.A nicht einmal möglich, in die USA einzureisen. Der Grund: Ihr Vater war Mitglied einer Guerillabewegung in Sri Lanka, die als terroristisch eingestuft ist. Jetzt stand sie vor wenigen Tagen auf jener Bühne, die als ein Synonym des amerikanischen Traums gilt: die der Halftime-Show des Super Bowl. Zusammen mit Madonna, Cee Loo Green und den Kasperln von LMFAO wurde sie wichtigste Pausenfüllerin der Welt und stahl dabei mit ihrem Mittelfinger-Gate Madonna fast die Show.

Zeitgleich erschien ihr neues Video, das sie mit ihrem Stamm-Regisseur Romain Gavras gedreht hat. Und gleich zur Entwarnung: Es ist auch ohne starke Nerven bis zum Ende genießbar und gleicht keinem Horrortrip wie es bei "Born Free" der Fall war. Vielmehr schafft sie einen großartigen Stilbruch, lässt Welten aufeinander krachen und führt polierte Hochglanz-Videos ad absurdum.



Für "Bad Girls" verwendet sie uns bekannte Bilder der letzten Monate aus Nordafrika und vermischt sie mit gängigen Rap-Klischees: böse Gangs, schnelle Autos, schöne Frauen, Knarren und gefährliche Stunts. Nur spielen die Szenen nicht in Miami, L.A. oder New York. Die verstaubten Gangmitglieder schauen viel mehr so aus, als hätten sie noch vor kurzem einen Diktator aus einem Kanalrohr gefischt und nicht lange gefackelt.
 


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