Skeleton-Ass Anja Huber hat eine turbulente Saison mit Happy End hinter sich. Vor dem Urlaub wartet noch ein absolutes Highlight: die WM in Lake Placid. Ein Interview über ihr Achterbahn-Jahr, American Football und Vorbilder.
Du hast eine Saison mit vielen Up´s und Down´s hinter dir. Wie sieht dein Fazit aus?
Im Nachhinein betrachtet hat uns das Wetter bei vielen Rennen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und ich hatte manchmal auch viel Pech. Daher bin ich mit dem dritten Platz im Gesamtweltcup am Ende ganz zufrieden. Sicherlich war mein Ziel die Verteidigung des Gesamtweltcups, aber es war eben eine sehr turbulente und kuriose Saison.
Hast du nach Winterberg (22.Platz; Anm.) selbst noch daran geglaubt, dass du den Weltcup am Podium beenden wirst?
Nicht mehr wirklich. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt: Ich habe bis zum Schluss gekämpft und es hat sich gelohnt.
Du scheinst vor allem bei Großevents immer deine Top-Leistungen abzuliefern – siehe EM-Gold in Altenberg. Woran liegt das?
Altenberg ist eine Bahn auf der ich sehr gerne fahre und die mir wahnsinnig viel Spaß macht. Lake Placid wird da nicht ganz so einfach für mich. Aber ich bin ein Kämpferin und ich will immer mein Bestes geben. Wir haben in diesem Jahr bei den Weltcups viel getestet und probiert, um gerade bei den Top-Events ganz vorne mitspielen zu können. Ob das bei den Weltmeisterschaften auch gelingt, werden wir diese Woche sehen.

Was erwartest du dir von der WM in Lake Placid?
Es werden sicher noch einmal harte und anstrengende Tage. Zum einen körperlich zum anderen auch mental. Meine WM beginnt ja schon am Samstag den 25.2. mit dem Training zur Team-Weltmeisterschaft die dann am 26.2. stattfindet. Dort wird man sicher schon mal eine erste Einschätzung bekommen, wer die Topfavoriten sind.
Zudem ist Lake Placid eine sehr anspruchsvolle Bahn, die jedem Athleten alles abverlangt. Es wird sicher kein Spaziergang – ich freue mich drauf!
Was steht nach der WM an? Zeit für einen Urlaub?
Nach der WM freue ich mich zuerst auf Zuhause! Auf meinen Freund, die Familie, meine Freunde und auf mein eigenes Bett. Urlaub ist für April geplant, bevor es wieder in die neue Saison geht. Bis dahin werde ich die Zeit nutzen um Dinge zu machen, zu denen ich normal nicht komme. Skifahren, Snowboarden, Skitour gehen....Langweilig wird es bestimmt nicht!
Denkst du schon hin und wieder an die Olympischen Spiele in Sotschi?
Sotschi ist immer wieder ein Thema. Gerade weil nach den Weltmeisterschaften die ersten Fahrten dort stattfinden sollen. Ich warte schon gespannt auf die Erfahrungsberichte! Dennoch stehen bis Sotschi noch viele kleine und große Ziele auf dem Plan.
"Die Hoffnung stirbt zuletzt und ich habe bis zum Schluss gekämpft"
Auf deiner Facbook-Fanpage hast du geschrieben, dass du den Super Bowl im Fernsehen mitverfolgt hast. Hast du bis zum Ende durchgehalten?
Klar habe ich bis zum Ende durchgehalten. Da ich ja in Calgary geguckt habe, fand das Spiel für mich zu einer sehr humanen Zeit statt. Ich muss aber zugeben, dass ich die Spielregeln noch nicht ganz verstanden habe.
Wer ist eigentlich abseits des Skeletonsports dein Lieblingsathlet?
Einen richtigen Lieblingsathleten habe ich eigentlich nicht. Ich ziehe vor allen Athleten den Hut und habe vor Sportlern Respekt, die sich jeden Tag aufs Neue motivieren, Höchstleistungen im Training und im Wettkampf zu bringen. Ich weiß, wie schwer das ist!
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