von oben. So lautet die Devise von Paul Steiner vom Red Bull Sky Dive Team. 2008 sorgte er für Aufsehen, als er in 1.800 Metern Höhe auf der Tragfläche eines Blanix Segelflugzeugs herumturnte. Dieses Jahr hat Paul im Rahmen der Scalaria Air Challenge am Wolfgangsee den nächsten Stunt gewagt.
Mit der Tür ins Haus fallen, ist überhaupt nicht Paul Steiners Art das wissen alle, die den ruhigen Salzburger aus Mattsee kennen. Dass er es allerdings so wörtlich nimmt, hat bis zum vergangenen Wochenende keiner geahnt. In Eigeninitiative hat der 45-Jährige über Monate still und heimlich einen einzigartigen Stunt geplant, den es auf der Welt bisher so noch nicht gegeben hat. Im Rahmen der Scalaria Air Challenge am Wolfgangsee hat er 750 Gästen im neu eröffneten zwölf Meter hohen Lokal Scalaria den Atem stocken lassen. In Millimeterarbeit sauste er durch ein zwölf mal acht Meter großes Loch in der Decke der Lokalität und landete federweich vor den Füßen der begeisterten Zuschauer.
An der Brisanz dieses Unterfangens lässt Steiner selbst nach der Landung keine Zweifel: Ich habe mich Monate lang intensiv auf diese Aktion vorbereitet, mir immer wieder jeden Zentimeter im Landebereich angesehen und durchgehend geübt. Probesprung war natürlich keiner möglich, aber es ist alles nach Plan gelaufen. Dennoch würde ich den Stunt nicht gerne wiederholen. Die Schwierigkeit lag vor allem in zwei pikanten Details: Einerseits hatte ich links und rechts neben dem Schirm etwa einen halben Meter Platz bis zur Wand. Andererseits war der Anflug bereits sehr schwierig, die Route war links durch ein Hochhaus und rechts durch Bäume und Felsen begrenzt. Das heißt, ich musste bereits aus über 50 Metern Entfernung entscheiden, ob ich es durchziehe oder nicht. Danach gab es kein Zurück mehr.
Nach seinem Stunt zeigte sich Steiner nicht nur stolz, sondern auch erleichtert. Die harte Arbeit hat sich wieder einmal bezahlt gemacht. Mein Dank gilt dem Team der Scalaria, das mich in allen Belangen bestens unterstützt hat. Lange will sich der Salzburger aber nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen: Die nächste Aktion im Herbst ist bereits geplant, mehr wird aber noch nicht verraten.
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