Alain Kohl beim Red Bull Cliff Diving in Frankfurt

Zwei Akrobaten stürzten sich von der Brücke "Eiserner Steg" mitten in Frankfurt in den Main. Die beiden sind die lebensfrohen Cliff-Diver Orlando Duque und Alain Kohl und sie gaben einen Vorgeschmack auf das Red Bull Cliff Diving in Hamburg.

Wo sonst das große Geld für Nervenkitzel sorgt, herrschte heute Vormittag aus ganz anderen Gründen Hochspannung: In Frankfurt kletterten zwei Männer auf die Stahlkonstruktion der historischen Brücke „Eiserner Steg“, um sich aus 16 Metern akrobatisch in die Tiefe zu stürzen. Der Kolumbianer Orlando Duque ist neunfacher Weltmeister im Klippenspringen und nutzte gemeinsam mit seinem Konkurrenten Alain Kohl (LUX) einen Zwischenstopp in der Mainmetropole, um sich auf den deutschen Stopp der Red Bull Cliff Diving Series 2009 am 29. August in Hamburg einzustimmen. „Mitten in Frankfurt von einer Brücke zu springen ist für uns eine einmalige Gelegenheit, das Springen im urbanen Umfeld zu trainieren. Die nächsten Stopps der internationalen Sportserie finden allesamt in traditionellen Settings statt. Für uns war das heute eine gute Vorbereitung für den Wettkampf in Hamburg“, so Orlando Duque.

Insgesamt absolvierte jeder Athlet sechs Sprünge, es wurden Figuren wie „summersault with half twist“, „2 summersault with half twist“ und „flying front“ gezeigt. 16 Meter lagen zwischen Absprung und Landung, drei Meter Wassertiefe benötigten die Klippenspringer, um die Geschwindigkeit von 70km/h abzubremsen.

So gaben die Athleten den überraschten Passanten einen kurzen Einblick in den faszinierenden wie traditionellen Sport des Klippenspringens. „Diese Brücke mitsamt seiner Kulisse vereint vieles, was wir auch im High Diving erleben. Eingebettet in eine hochmoderne Metropole, stammt sie aus einer früheren Zeit. Unser Sport hat auch eine jahrhundertealte Tradition und dennoch fühlen wir uns in der modernen, urbanen Umgebung sehr wohl“, so der 34-jährige Ausnahmeathlet aus Kolumbien, der damit auf die achtteilige Red Bull Cliff Diving Series 2009 anspielt, die in genau zwei Monaten Station in Hamburg macht.

Zuvor reisen Orlando Duque und Alain Kohl im Rahmen der internationalen Sportserie mit den weltbesten Klippenspringern nach Kroatien (Dubrovnik), Italien (Polignano a Mare) und in die Türkei (Antalya), um aus mindestens 26 Metern Höhe ihre atemberaubenden Kunststücke zu zeigen. Nach dem Deutschlandstopp geht’s in die Schweiz, bevor am 20. September der Gesamtsieger beim Finale in Athen gekürt wird. Noch nie zuvor sind Springer in acht aufeinander folgenden Wettbewerben aus mindestens 26 Meter Höhe ins Wasser eingetaucht.


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