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Die ADAC Rallye Deutschland hat einen neuen Sieger. Citroën-Pilot Sébastien Ogier bezwingt seinen Teamkollegen und Seriensieger Sébastien Loeb erstmals auf deutschem Boden. Hermann Gassner jun. wurde durch technische Probleme gebremst. Die Zahl der Zuschauer entlang der Strecke: unglaubliche 190.000.

Vom Start weg bestimmten beide Franzosen mit ihren Citroën DS3 WRC unter den 80 gestarteten Teams das Rallye-Tempo. Der achtmalige Gesamtsieger Loeb unterstrich dabei von Beginn an seine Favoritenrolle und ging hoch motiviert an den Start dieses neunten WM-Laufes der Saison im Großraum Trier.

Bis zur 13. der insgesamt 19 Wertungsprüfungen der insgesamt 1.246 Kilometer langen Rallyestrecke in den Mosel-Weinbergen, in Baumholder und dem nördlichen Saarland erarbeitete sich Loeb einen Vorsprung von knapp vier Sekunden auf Ogier. Dieser hauchdünne Loeb-Vorteil zerschmolz dann plötzlich durch einen Reifenschaden von Loeb in der darauf folgenden Prüfung, und Ogier erbte so die Spitzenposition, die er trotz hartnäckiger Loeb-Attacken bis ins Ziel verteidigte.

Seriensieger Loeb wirkte ein wenig enttäuscht und betonte: "Ich hatte vorher schon gesagt, dass jede Serie einmal endet. Es war eine gute Rallye, die wir ohne den Reifendefekt hätten gewinnen können." Der glückliche Gesamtsieger Ogier hingegen jubelte: "Eine Rallye zu gewinnen, bei der ein Teamkollege so stark ist, ist einfach genial. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich Super-Seb auf Asphalt schlagen könnte."

Der deutsche Hoffnungsträger Hermann Gassner junior aus Surheim (Skoda Fabia S2000) wurde durch technische Probleme weit ins Hinterfeld zurückgeworfen und landete mit einem Rückstand von rund 47 Sekunden auf dem Gesamtplatz 32.

ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk: "Die ADAC Rallye Deutschland war auch in diesem Jahr wieder ein toller Erfolg. Dank der professionellen Arbeit unseres Organisationsteam verlief die Veranstaltung reibungslos. Ich habe mich sehr über die positive Stimmung für den Rallye-Sport, die hier überall in der Region spürbar ist, den hohen Anteil an Zuschauern aus dem Ausland und die Disziplin aller Besucher gefreut."

www.wrc.com
www.adac-rallye-deutschland.de

 


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