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Rund 20.000 Rudersportfans, die die Traditionssportart heute von einer völlig neuen Seite gesehen haben, erlebten einen packenden Wettbewerb mit spannenden Staffelwechseln, heißen Duellen und großartigen Emotionen auf dem Wasser und vor allem bei der späteren Siegerehrung. Starker Wind und dadurch heftig verursachte Strömungen verzögerten den Aufbau zu Beginn des Wettbewerbs, so dass nur die beiden Halbfinale im Staffelmodus ausgetragen werden konnten. Den Sieg erkämpften sich Hacker & Co in einem Sprintwettbewerb im Achter über 800 Meter. Der Wettkampf musste pünktlich um 21 Uhr beendet werden, um die europäische Schifffahrtsstraße auf dem Main wieder freizugeben.

Einer-Spezialist Hacker, der sich am vergangenen Wochenende beim Weltcup in München über einen zweiten Platz freuen durfte, war hin und weg vom außergewöhnlichen Wettkampfformat, aber auch von der allgemeinen Resonanz: „Mit so einer starken Zuschauerkulisse vor der eigenen Haustür hätte ich nicht gerechnet. Das war der absolute Hammer. Schade, dass das der Wind so stark war, dass die Aufbauarbeiten länger gedauert haben als geplant und der Wettkampf nicht bis zum Ende im Staffel-Modus durchgezogen werden konnte. Aber für uns Athleten war es auch so eine megageile Sache.“

Die Fahrrinne auf dem Main gehörte zwischen 19 und 21 Uhr heute ausnahmsweise ausnahmslos den kleinen Booten. Die großen Dampfer mussten in diesen zwei Stunden vor dem Holbeinsteg und dem Eisernern Steg an Anker.

Red Bull Ready to Row – das gab es noch nie! Ein Staffelrennen mit Ruderbooten und einem menschlichen Staffelstab auf dem Wasser. Acht Sportler, vier Bootsklassen, zwei Wechselmarkierungen und 4 x 800 Meter Vollgas. Die Zuschauer entlang des Museumsufers und auf den Brücken schlugen nervös die Hände vors Gesicht, als die Boote mit Fullspeed an die Wechselpontons heranrasten und erst im letzten Moment, die Ruder in Gegenstromrichtung zum Bremsen in den Main schlugen. Hektik, Gebrüll, Anfeuerungsschreie unter den Athleten, Emotionen pur: Die Wechsel auf den 8 x 2 Meter langen, wackeligen Schwimmpontons hatten es in sich.

„Sowas habe ich noch nie gesehen. Wahnsinn, mit welchem Tempo die Boote zum Wechsel rasten, aber klar, es darf keine Minute verloren werden. Das war super spannend“, sagt Claudia Kerner, die vorher noch nie bei einem Ruderwettbewerb war. Wegen den Wechseln und den taktischen Herausforderungen geriet das Rennen zu einer Herausforderung für die Welt-Elite des Rudersports – auch, weil bei diesem einzigartigen Wettkampfformat nicht nur der Körper, sondern auch der Geist bis zum Anschlag gefordert wurden. Am Ende waren es die größeren Kraftreserven und die eisernen Nerven der hoch dekorierten Profis, die den Ausschlag für den ‚Great Eight‘-Sieg gaben.

Red Bull Ready to Row - das Endergebnis:
800 Meter-Sprint-Rennen im Achter

1. Platz Great Eight (mit etwas über einer Bootslänge Vorsprung)

2. Platz Seeclub Zürich (in einem Wimpernschlag Finale um Platz 2)

3. Platz: Sporthilfe-Achter

 


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